Fallbericht

Phantomzahnschmerz – Teil 1

Drucken Von Dr. Saskia Kießling, Dr. Michael Naumann    aktualisiert am 04.11.2010

„Typischer“ Zahnschmerz begleitet unseren Arbeitsalltag. Wir sind routinemäßig in der Lage, ihn zu erkennen, zu behandeln und in angemessener Zeit auszuschalten. Aber wie verhält es sich mit dem „atypischen“ Zahnschmerz? Es liegt im Wesen dieses Phänomens, dass einem lokalen Schmerz auch eine lokale Ursache zugeschrieben wird, welche bei der atypischen Odontalgie (AO) jedoch nicht vorhanden ist. Deshalb kommt es häufig zu Fehldiagnosen, die Falschbehandlungen und deshalb iatrogene Schädigungen nach sich ziehen. Um den Blick für solche Patienten zu schärfen, stellen wir einen Fallbericht mit klassischem Initialbefund eines anhaltenden idiopathischen Gesichtschmerzes mit atypischer Odontalgie vor. Der Behandlungsverlauf zeigt, dass ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis zu einer gewissen „Heilung“ führen kann. Das Wissen um dieses Syndrom ist besonders für den schwerpunktmäßig endodontisch tätigen Kollegen interessant.

Eine adjustierte Schiene mit Eckzahnführung auf der definitiven Versorgung für die Nacht gibt der Patientin emotionalen Halt.
Eine adjustierte Schiene mit Eckzahnführung auf der definitiven Versorgung für die Nacht gibt der Patientin emotionalen Halt.
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