Fachverband kritisiert Artikel im Magazin „Stern“

Drucken Von DZOI e.V.    aktualisiert am 19.12.2011

DZOI entrüstet über Verunglimpfung des Berufsstandes der Zahnärzte – Ergebnisse wissenschaftlich prüfen

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Das Deutsche Zentrum für orale Implantologie e. V. (DZOI) ist entrüstet über die Titelstory, die jetzt im Magazin „Stern“ erschienen ist. Darin wird behauptet, dass in weniger als einem Drittel von 114 untersuchten Zahnarztpraxen Befund und Beratung so gut sind, wie es der Patient erwarten darf. Das Ergebnis beruht auf einer Stichprobe, die von drei niedergelassenen Zahnärzten im Auftrag der Ergo-Versicherung und des Sterns durchgeführt wurde.

Der Präsident des implantologischen Fachverbandes DZOI e. V., Dr. Helmut B. Engels, kritisierte: “Der Artikel ist eine Verunglimpfung des ganzen Berufstandes auf der Grundlage einer Stichprobe.“ Ob die zahnärztliche Versorgung in Deutschland wirklich so schlecht sei, müsse erst in einer repräsentativen, wissenschaftlich fundierten Studie überprüft werden. Die Beurteilung von 114 Praxen durch drei Kollegen könne nicht auf die Gesamtheit der Praxen übertragen werden.

„Wir bedauern sehr, dass das Zahnarzt-Patienten-Verhältnis durch derartige Medienberichte nachhaltig gestört werden kann“, so Engels weiter. „Natürlich befürwortet auch das DZOI eine regelmäßige Überprüfung der Kompetenz der Zahnärzteschaft.“ Eine kontinuierliche und qualifizierte Weiterbildung des Zahnarztes oder ein regelmäßiger Austausch mit Kollegen auf wissenschaftlicher Ebene seien hierbei Kriterien. Die Patienten selbst träfen durch Erfahrung und Behandlungsergebnis bereits selbst eine Auswahl über die Qualität. „Ziel von Stern und Ergo ist es angeblich, eine bessere Behandlungsqualität für den Patienten zu erreichen“, so Engels. „Aber mit dem Schüren von Vorurteilen ist dem Patienten nicht geholfen. Es profitieren wohl andere“, kritisiert Engels.

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