So vermeidet man Karies in der Weihnachtszeit

Drucken Von LZÄKB    aktualisiert am 22.12.2011

Nicht Zuckermenge ist entscheidend, sondern Häufigkeit

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Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Schokolade oder Plätzchen – Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Kaum einer kann den süßen Leckereien widerstehen. Doch was für den Gaumen ein wahrer Hochgenuss ist, ist für die Zähne längst nicht so gut. Denn das ständige Naschen verursacht Karies. Die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) hat ein paar kleine Tipps parat, damit niemand auf den Schokoladennikolaus verzichten muss.

„Generell ist das Naschen von Süßigkeiten kein Problem, in der Weihnachtszeit greift man jedoch häufiger zu. Die vermehrte Zuckeraufnahme kann dann demineralisierend auf die Zähne wirken und Karies hervorrufen“, erklärt Dipl.-Stom. Bettina Suchan, Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer Brandenburg.

Denn Zucker ist die Hauptnahrungsquelle von Bakterien, die eine Säure im Mund bilden, wodurch der pH-Wert absinkt. Nach ungefähr 30 Minuten wird die Säure durch den Speichel neutralisiert und der Zahnschmelz erholt sich wieder. Durch das ständige Naschen in der Weihnachtszeit sind die Zähne jedoch permanenten Säureattacken ausgesetzt und der Zahnschmelz hat keine Chance, sich zu erholen. Infolgedessen kann es zu Karies kommen.

„Deswegen ist es ratsam, lieber einmal richtig und viel Süßes zu essen, statt immer nur ein bisschen über den Tag verteilt“, rät Bettina Suchan. Denn nicht die Menge des verspeisten Zuckers ist ausschlaggebend, sondern wie oft man Zucker zu sich nimmt und wie lange dieser im Mund bleibt. „Vor allem die kandierten Sachen und Karamell-Produkte kleben besonders hartnäckig an den Zähnen“, weiß die Praxisinhaberin.

Umso wichtiger ist deshalb das anschließende Zähneputzen. Wer nach einem Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt nach Hause kommt, sollte jedoch noch eine halbe Stunde warten. Denn unmittelbar nach dem Zuckergenuss ist der Zahnschmelz noch weich und mit einem sofortigen Putzen würde man ihm die enthaltenen Mineralien entziehen.

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