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Gepflegte Haut für gestresste Hände
Desinfektion in der Praxis
DruckenKonsequente Hygiene ist in einer Zahnarztpraxis selbstverständlich. Dazu gehört vor allem auch die regelmäßige gründliche Händedesinfektion. Im Unterschied zu Flächen und Instrumenten spürt man dabei schnell, dass Desinfektionsmittel auch aggressiv sein können. Vor allem bei empfindlicher Haut macht sich dies bald bemerkbar. Das ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, gereizte Haut beeinträchtigt auch die tägliche Arbeit und in der Folge können Allergien entstehen. So weit muss es aber gar nicht erst kommen. Mit der Wahl geeigneter Desinfektionsmittel kann wirksam vorgebeugt werden.

Die Grundregeln der Praxishygiene halten wir für so selbstverständlich, dass wir uns über Details wenig Gedanken machen. Natürlich, wenn ein neuer Erreger auftaucht oder ein bisher unbekannter Übertragungsweg, dann richten sich alle Blicke darauf. Gefahren kündigen sich allerdings selten mit Schlagzeilen an – sie lauern gerne im Verborgenen bzw. im Detail: Mehr als drei Viertel aller Infektionen werden zum Beispiel durch den direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Damit wird klar, welch fundamentale Bedeutung der Händedesinfektion zukommt, vor allem im medizinischen Umfeld.
Bei allen Hygienemaßnahmen geht es zwar im Prinzip immer wieder um den Schutz vor den gleichen Erregern. Dennoch gelten für die Zahnmedizin besondere Bedingungen: Der Zahnarzt kann sich im Unterschied zu einem Allgemein- oder Augenarzt im Zweifelsfalle nicht auf eine visuelle Prüfung beschränken, sondern arbeitet unmittelbar am Patienten. Dazu kommt jederzeit die Möglichkeit, auch mit Speichel oder Blut in Kontakt zu treten, was ein besonders hohes Infektionsrisiko birgt. Die Händedesinfektion nach Vorschrift (RKI) ist deshalb mindestens vor und nach jedem einzelnen Patienten absolut notwendig.
Häufige Desinfektion kann die Haut auch angreifen. Vor allem die sehr schnell und gründlich wirkenden Alkohole lösen besonders gut Fette, trocknen dabei jedoch die Haut leicht aus. Zusätzlich belastend wirkt das häufige Tragen von Handschuhen. In ihnen staut sich die Feuchtigkeit und die Haut weicht auf. Bei einer nachfolgenden Desinfektion ist sie noch weniger gegen Alkohole geschützt. In der Folge kann dies zu spröder, rissiger Haut und Reizungen führen, bis hin zum Ekzem oder zu einer allergischen Kontaktdermatitis. Auf der anderen Seite stellt eine vorgeschädigte rissige Haut keine wirksame Barriere gegen Keime dar.
Desinfektions- und Pflegemittel müssen eine hohe biozide Wirksamkeit, Reinigungseffizienz und Lagerstabilität aufweisen und dennoch bei aller Effizienz besonders hautschonend wirken. Außerdem müssen sie verträglich für Material und Umwelt sein. Wichtige Kriterien sind dabei geringe Toxizität sowie zeitsparende und praktische Anwendbarkeit. Darüber hinaus sollte natürlich ein realistisches Kosten-Nutzen-Verhältnis gewahrt bleiben. Hygienemittel in der erforderlichen Qualität sind natürlich im normalen Einzelhandel nicht erhältlich und sollten unbedingt über den Dentalfachhandel bezogen werden. Ein speziell auf die Bedürfnisse der zahnärztlichen Praxis zugeschnittenes Programm für die hygienische und chirurgische Händedesinfektion bieten die HD-Produkte (= Hände-Desinfektion) aus der Dürr System-Hygiene von Dürr Dental.
Zur häufigen Händereinigung empfehlen sich alkali- und seifenfreie Waschlotionen mit hauttypischem pH-Wert (z.B. HD 425 bzw. HD 435), die den Säureschutzmantel der Haut erhalten. Pflegende und rückfettende Substanzen hinterlassen auch unmittelbar nach der Anwendung ein angenehmes Gefühl auf der Hand. Die HD 440 Pflegelotion ist parfüm- und farbstofffrei und eignet sich somit für stark beanspruchte und empfindliche Haut sowie für Allergiker.
Besonders empfindliche oder auf spezielle Inhaltsstoffe reagierende Haut sollte generell mit speziell reizarmen Mitteln behandelt werden. Als Alternative zu HD 410 bietet sich in diesen Fällen die neue Händedesinfektion HD 412 essential an. Das Präparat ist frei von Farbstoffen und Parfüm. Bei beiden Präparaten beträgt die nötige Einwirkdauer bei der chirurgischen Händedesinfektion anderthalb Minuten. Lediglich für die hygienische Händedesinfektion gilt beim HD 412 essential eine etwas längere Einwirkungszeit von 30 Sekunden (statt 15 Sekunden bei HD 410). In dieser Zeit muss die Haut immer feucht gehalten werden.
Da der Zahnarzt immer unmittelbar vor dem Gesicht beziehungsweise vor der Nase seiner Patienten hantiert, spielt der Geruch von Desinfektions- und Pflegemitteln eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein generell möglichst angenehmes Umfeld – und dazu gehören auch die olfaktorischen Wahrnehmungen – trägt durchaus zur Beruhigung und positiven Einstimmung des Patienten bei. Händedesinfektions- und Pflegemittel sollten deshalb keinesfalls „nach Chemie“ riechen, sondern entweder geruchsneutral sein (HD 412 essential) oder aromatisch duften (HD 410).




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