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Indikationen der Volumentomographie heute

Abb. 1a u. b: Knochendestruktion durch ein Plattenepithelkarzinom im linken Oberkiefer. a) Aus DVT generierte Panoramaansicht. b) 3D-Ansicht desselben Patienten.

Mehr als zehn Jahre nach ihrer Einführung in die Zahnmedizin hat die 3D-Diagnostik eine rasante Entwicklung erfahren. Sie ist der zweidimensionalen Röntgentechnik hinsichtlich der Aussagekraft heute in den meisten Fällen überlegen. Insofern könnte man schlussfolgern, dass es keine Kontraindikationen gibt. Nimmt man nur die Aussagekraft als Maßstab, so ist dies weitgehend richtig. Dennoch gibt es verschiedene Argumente, auf die 3D-Diagnostik bzw. die Digitale Volumentomographie (DVT) noch zu verzichten. Allerdings beruhen diese Ausnahmen auf einem Entwicklungsrückstand, der sich bei einer zukünftig ebenso rasant verlaufenden Weiterentwicklung mittelfristig auflösen dürfte. Es erscheint daher nicht richtig, von Indikationen und Kontraindikationen zu sprechen. Man sollte eher von sicheren und noch nicht sicheren Anwendungsbereichen oder aktuellen Anwendungseinschränkungen sprechen. Mehr...

Von Dr. Dr. Peter A. Ehrl    aktualisiert am 26.01.2012

Der Einheitsstand Zahnärzte/Dentisten von 1949 – eine sächsische Erfolgsgeschichte – Teil 1

Abb. 1: Johannes Weber.
Der Leipziger Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten Dr. med. Ludwig Wanckel schreibt 1949 in einem Beitrag zur „Zahnheilkunde auf neuen Wegen“: „Durch die Anordnung der Deutschen Wirtschaftskommission, Hauptabteilung Gesundheitswesen, vom 2. März 1949, Anordnung über die Approbation der Zahnärzte, werden die Kurierfreiheit auf dem Gebiete der Zahnheilkunde und Zahnersatzkunde aufgehoben, der Dualismus beseitigt und die Grundlage für einen neuen einheitlichen zahnärztlichen Beruf in der sowjetischen Besatzungszone geschaffen. [...] Der Vorhang ist damit gefallen vor einem Akt der Geschichte der Zahnheilkunde, für den die Nachwelt keine Kränze flechten wird.“ [27] Mehr...
Von Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Walter Künzel    aktualisiert am 02.11.2011

Warum 3D? – Vermarktung in der Praxis

Auf die Frage „Wann brauchen wir die dritte Dimension?“ antworten auch erfahrene Praktiker mit dem Satz: „Bei schwierigen Fällen.“ Aber wann ist ein Fall schwierig? Wenn er misslungen ist? Zugegeben eine etwas provokative Frage. Ein Fall kann einfach erscheinen; jeder hat aber schon erlebt, dass der Teufel im Detail steckt. Einem Patienten nach der OP dann zu vermitteln, warum der Eingriff anders als besprochen verlief, erhöhte Kosten entstehen oder schlimmstenfalls sein Wunschergebnis nicht realisierbar war, ist eine unangenehme Aufgabe. Die 3D-Diagnostik ist der Schlüssel für Patient und Operateur, um eine stressfreie Atmosphäre zu erzeugen. Mehr...
Von Dr. Thomas Spielau M.Sc.    aktualisiert am 27.10.2011

Rauchgewohnheiten und Raucherberatung in Zahnarztpraxen

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Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Mundschleimhauterkrankungen, Parodontitis und Periimplantitis sowie vorzeitigem Zahnverlust. Durch eine Umfrage wurden die Rauchgewohnheiten in Zahnarztpraxen erfasst und eine Evaluation über die Beratung von Patienten zur Raucherentwöhnung durchgeführt. 83,8 % der befragten Zahnärzte hielten eine Raucherberatung/-entwöhnung für sehr wichtig bzw. wichtig. 5,1 % boten ihren Patienten eine Entwöhnungsbehandlung an. Für das zahnärztliche Team sind entsprechende Weiterbildungsangebote zu entwickeln. Mehr...
Von Prof. Dr. Bernd-Michael Kleber, Dr. Holger Gehrig M.Sc., Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger    aktualisiert am 26.07.2011

Mit Lachgas gegen die Angst beim Zahnarzt – Teil 1

Abb. 1: Kind unter Lachgassedierung mit Nasenmaske.
Lachgas eignet sich in Kombination mit Lokalanästhesie zur Anxiolyse in fast jedem Lebensalter. Oft ist die Gabe eines Lokalanästhetikums erst durch Lachgassedierung möglich. Patienten mit Würgereiz können damit leichter behandelt werden, längere Eingriffszeiten sind unter Lachgassedierung sowohl für den Patienten als auch für das Praxisteam besser zu bewältigen. Besonders Kinder sind dankbare Patienten. Lachgas kann etwa ab dem vierten Lebensjahr eingesetzt werden, ist gut steuerbar, risikoarm, verbessert das Verhalten der Kinder unter der Therapie und gewährleistet eine reibungslose und angemessen qualitative zahnärztliche Versorgung. Damit ist die Lachgassedierung eine ernsthafte Alternative zur Intubationsnarkose. Mehr...
Von Dr. Jacqueline Esch    aktualisiert am 20.06.2011

Prävention ist mehr als PZR

Raucheranalyse und Möglichkeiten zur Raucherberatung

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Das Spektrum der Prävention in Zahnarztpraxen sollte um das Angebot einer Raucherentwöhnung bei interessierten Patienten erweitert werden. Das früh begonnene, lange Zeit ausgeübte und mäßige bis starke Zigarettenrauchen schädigt das orofaziale System in unterschiedlicher Weise und bedingt Misserfolge in der zahnärztlichen Therapie. Es werden Empfehlungen zur Raucherentwöhnung in Zahnarztpraxen vorgestellt. Mehr...
Von Prof. Dr. Bernd-Michael Kleber, Dr. Holger Gehrig M.Sc.    aktualisiert am 02.05.2011

Zukünftige Entwicklungen in der digitalen dentalen Volumentomografie – Teil 1

Die rasch fortschreitende technische Entwicklung führt dazu, dass neue Detektions- und Rekonstruktionsverfahren im Bereich des zahnärztlichen Röntgens zur Verfügung stehen. Auch die noch junge Technik der dentalen Volumentomografie (DVT), wie das Verfahren im offiziellen Sprachgebrauch des Bundesministeriums für Umwelt jetzt heißt, wird sich weiter entwickeln. Die DVT wird qualitativ besser werden und die Strahlendosis wird bei gleicher Qualität reduziert werden. 3D- und 4D-Techniken werden die traditionellen Aufnahmen zunehmend verdrängen. Das Matchen verschiedener Bildmodalitäten und Aufnahmearten wird allmählich zum Standard werden und dem Anwender neue technische Kenntnisse abverlangen. Dieser Artikel fasst die aktuellen Entwicklungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die nähere Zukunft. Mehr...
Von PD Dr. Ralf Schulze, Dr. Dan Brüllmann    aktualisiert am 18.04.2011

Intraorale Erfassung – Leistungsdaten und Prozesse

Die digitale Abformung (direkte optische Erfassung) von Zahnhartsubstanz und Weichgewebe im Patientenmund ist momentan ein viel diskutiertes Thema in der restaurativen Zahnmedizin. Beseelt von dem Gedanken, den fehleranfälligen und zeitaufwendigen Prozess der konventionellen Abformung zu ersetzen, gelten die intraoralen Scansysteme als ein weiterer Schritt zu höherer Qualität und kürzerer Behandlungszeit. Als weitere Argumente werden der bessere Patientenkomfort, eine höhere Behandlungseffizienz, die Kostenersparnis und eine direkte Kontrollmöglichkeit angeführt. Dazu kommt der Zusatznutzen als Marketinginstrument. Mehr...
Von Ralph Riquier    aktualisiert am 03.02.2011

Kieferhöhlenerkrankungen

Abb. 1: Röntgenbild NNH-om: Sinusitis maxillaris links.
Kieferhöhlenbeschwerden sind sowohl in der HNO- als auch in der Zahnärztlichen Praxis ein häufiges Beschwerdebild. Weil die Kieferhöhle einen Grenzbereich zwischen der HNO- und Zahnheilkunde darstellt, ist es auch für den Zahnarzt wichtig, die häufigsten Erkrankungen dieser Region zu (er-)kennen. Neue diagnostische Geräte werden dabei mit Erfolg fachübergreifend eingesetzt, um das multifaktorielle Krankheitsgeschehen gemeinsam zu behandeln. Ein solches Verfahren ist die eigentlich für Zahnärzte und Mund-Kiefer-Chirurgen entwickelte und nun in der HNO mit verwendete Digitale Volumentomographie (DVT). Dieser Artikel bietet einen Überblick über die Erkrankungen der Kieferhöhle, deren Diagnostik- und Therapieoptionen und zeigt dabei auch die Verwendbarkeit der DVT aus der Sicht des HNO-Arztes. Mehr...
Von Jan-Nikolaus Lindemann    aktualisiert am 13.12.2010

Fallbericht

Phantomzahnschmerz – Teil 1

Eine adjustierte Schiene mit Eckzahnführung auf der definitiven Versorgung für die Nacht gibt der Patientin emotionalen Halt.
„Typischer“ Zahnschmerz begleitet unseren Arbeitsalltag. Wir sind routinemäßig in der Lage, ihn zu erkennen, zu behandeln und in angemessener Zeit auszuschalten. Aber wie verhält es sich mit dem „atypischen“ Zahnschmerz? Es liegt im Wesen dieses Phänomens, dass einem lokalen Schmerz auch eine lokale Ursache zugeschrieben wird, welche bei der atypischen Odontalgie (AO) jedoch nicht vorhanden ist. Deshalb kommt es häufig zu Fehldiagnosen, die Falschbehandlungen und deshalb iatrogene Schädigungen nach sich ziehen. Um den Blick für solche Patienten zu schärfen, stellen wir einen Fallbericht mit klassischem Initialbefund eines anhaltenden idiopathischen Gesichtschmerzes mit atypischer Odontalgie vor. Der Behandlungsverlauf zeigt, dass ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis zu einer gewissen „Heilung“ führen kann. Das Wissen um dieses Syndrom ist besonders für den schwerpunktmäßig endodontisch tätigen Kollegen interessant. Mehr...
Von Dr. Michael Naumann, Dr. Saskia Kießling    aktualisiert am 04.11.2010

Bakterien bilden Stickstoffmonoxid und Lachgas im Zahnbelag

Abb. 1: Schema zur Umsetzung von Speichel-Nitrat in Stickstoffmonoxid und Lachgas. Die bakteriell gebildete Konzentration von Stickstoffmonoxid kann von Zellen im Gaumengewebe als Signalmolekül wahrgenommen werden.
Bakterien im Zahnbelag haben einen aktiven Stoffwechsel. Eine neue Studie zeigt nun bisher ungeahnte Fähigkeiten der Bakterien. Sie können im Speichel befindliches Nitrat zu Stickstoffmonoxid und Lachgas umsetzen. Gerade die Bildung von Stickstoffmonoxid könnte weitreichende Konsequenzen für die Wechselwirkung zwischen Bakterien und menschlichem Gewebe im Mund in sich bergen. Mehr...
Von Dr. Frank Schreiber    aktualisiert am 17.09.2010

Schienungen und Fixierungen bei Unterkieferfrakturen

Brackets mit Kobayashi-Haken und sliding hooks.
Mit Schienungen und intermaxillären Fixierungen stehen für die Versorgung von Unterkieferfrakturen unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die sowohl temporär, als unterstützende Maßnahme wie auch als definitive Versorgung eingesetzt werden können. Die Auswahl und der Einsatz spezieller Formen müssen an die vorliegende Situation angepasst werden, um ein optimales Verhältnis zwischen den Vor- und Nachteilen erzielen zu können. Als Basistechnik sollten Schienungen von jedem, der im Kieferbereich operativ tätig ist, beherrscht werden. Mehr...
Von Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz, Dr. Susanne Jung, Dr. Dr. Kai Wermker    aktualisiert am 15.09.2010

Bildgebende Verfahren zur Darstellung des Kiefergelenks

Abb. 1: PSA eines Patienten mit stark reduziertem Restgebiss. Bei der Durchführung der Aufnahme war die Kieferöffnung nur gering, sodass die Kiefergelenkköpfchen nicht frei projiziert sind.
Ein Patient stellt sich mit starken Schmerzen im rechten Kiefergelenk vor. Grundsätzlich verhält sich richtig, wer zunächst eine klinische Funktionsdiagnostik vornimmt, denn die Verdachtsdiagnose dient ggf. als rechtfertigende Indikation für die Durchführung einer bildgebenden Diagnostik. Die Auswahl eines solchen Verfahrens wird durch den Grundsatz geleitet, ein Maximum an diagnostischer Information bei einem Minimum an Strahlenbelastung zu erhalten. Dafür sollten die Möglichkeiten und Grenzen der bildgebenden Verfahren bekannt sein. Mehr...
Von Dr. Ingrid Peroz    aktualisiert am 04.08.2010

Tier(zahn)ärztlicher Notfall im Berliner Tierpark

Patient „Horas“ aus dem Tierpark Berlin-Friedrichfelde brach sich den rechten Stoßzahn direkt an der Austrittsstelle ab.
Bei typischen innerartlichen Rangeleien brach sich der Elefantenbulle Horas den rechten Stoßzahn direkt an der Austrittsstelle ab. Für das zahnärztliche Vorgehen bei solch einem außergewöhnlichen Notfall gibt es nur wenige Literaturhinweise bzw. mündliche Mitteilungen, wodurch das „learning by doing“-Verfahren im Vordergrund steht. Das Ziel der Behandlung sollte eine entzündungsfreie Pulpa und die Vermeidung einer Reinfektion sein. Mehr...
Von Dr. med. Frank W. Förster, Dr. med. vet. Günter Strauß    aktualisiert am 02.08.2010

Temperaturentwicklung beim Beschleifen von Zirkonoxid

Cooles Zirkonoxid – auch bei der Ausarbeitung?

Zahnersatz aus Zirkonoxid hat sich einen festen Platz in der Dentalwelt erobert und wird zunehmend als Alternative für den klassischen Metall-Keramik-Verbund (MKV) genutzt. Damit sind auch einige klinische Besonderheiten zu beachten, wie beispielsweise spezielle Präparationsregeln für keramische Versorgungen. Aus klinischer Sicht sind aber weitere Unterschiede relevant, die sich aus den Werkstoffeigenschaften des Zirkoniumdioxids ergeben. Offenkundig ist z.B. der signifikante Unterschied bei der Wärmeleitfähigkeit. Dieser Beitrag beschäftigt sich anhand wissenschaftlicher Studien und technischer Erfahrungen mit der Oberflächenbearbeitung fertiger hochleistungskeramischer Gerüste. Mehr...
Von Dr. Leonhard Meyer, ZTM Marcel Unger, Peter König, PD Dr. rer. nat. habil. Wolf-Dieter Müller    aktualisiert am 21.07.2010

Ohne Trocknung geht es nicht

Qualität dentaler Druckluft sichern

Abb. 1: Atmosphärische Luft enthält immer einen Wasseranteil – ob in der Wüste oder im Regenwald.
Wie effizient und zuverlässig die Druckluftversorgung eines Dentallabors oder einer Zahnarztpraxis ist, hängt nicht nur vom Kompressor ab. Äußerst wichtig ist es auch, die erforderliche Druckluftqualität zu sichern. Angemessene Trocknung spielt dabei die Hauptrolle. Mehr...
Von Valentin Kiefer    aktualisiert am 28.06.2010

Serie: Falldokumentationen zahnärztlicher Laserbehandlungen

Vestibulumplastik mit einem 980-nm-Diodenlaser

Abb. 1: Progressive Rezessionen bei hoch einstrahlenden Bändchen, geringer Breite der Gingiva propria und falscher Putztechnik.
Etwa Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts verließen die Dentallaser das (wissenschaftliche) Experimentierstadium. Längst gibt es ein breites Gerätespektrum und ein immer breiteres Anwendungsspektrum, dazu kommen inzwischen auch klinische Studien, die den Kriterien der evidenzbasierten Medizin zu genügen beginnen. Trotzdem gibt es um die lasergestützten zahnärztlichen Tätigkeiten immer noch einen Grundsatzstreit. Mehr...
Von Dr. Joachim Schiffer    aktualisiert am 21.06.2010

Die Bedeutung der Osteoporose in der Zahnmedizin – Teil 1

Abb. 1: Seitliche Röntgenaufnahme der Wirbelsäule: Wirbelkörperdeformierungen mit Kompressionsfrakturen in der BWS und LWS, 78-jährige Patientin.
Aufgrund der demografischen Veränderungen bekommen Alterskrankheiten wie die Osteoporose eine zunehmende Bedeutung in der Zahnmedizin. Trotz zahlreicher Studien ist bis jetzt unklar, ob es osteoporotische Veränderungen am Kiefer im Sinne einer oralen Osteoporose und Zusammenhänge mit Zahnverlust, Alveolaratrophie oder Parodontitiden gibt. Mehr...
Von Prof. Dr. Werner Götz    aktualisiert am 28.05.2010

AKABe BW – gesund beginnt im Mund

Zahn- und Mundgesundheit in der Pflege

Abb. 1: Die zahnärztliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen ist in Deutschland noch keine Selbstverständlichkeit.
Die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg hat für den Bereich der Zahn-, Mund- und Zahnersatzpflege ein Konzept zur Steigerung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen entwickelt. Zielgrößen sind die Reduzierung von Schmerzen im Mundbereich sowie die Prophylaxe von Allgemeinerkrankungen. Einerseits soll dies durch Schulung der Pflegekräfte in den Einrichtungen und in den Altenpflegeschulen mithilfe spezieller Schulungsmaterialien erreicht werden, andererseits durch den Aufbau einer Infrastruktur zur kompetenten zahnärztlichen Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Dabei bleibt das Recht auf freie Arztwahl unangetastet. Mehr...
Von Dr. Elmar Ludwig    aktualisiert am 07.04.2010

Überbelastung der Kaumuskulatur und Rückenschmerzen – ein kausaler Zusammenhang?

Quelle: fotolia
Das subjektive Symptom Rückenschmerz ist in Deutschland und anderen europäischen Ländern der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Eine allgemeinmedizinische Praxis wird von jedem vierten Patienten mit diesem Beschwerdebild aufgesucht und beim Orthopäden klagt sogar jeder zweite Patient über ein Rückenleiden. Demzufolge basieren ca. 20 % aller Krankschreibungen auf „Wirbelsäulenschäden“. Mehr...
Von Prof. Dr. Udo Stratmann    aktualisiert am 25.03.2010

Eine weißliche Veränderung am Zungenrand. Welche Diagnose, welche Differenzialdiagnosen? – Teil 1

Abb. 1: Weißliche Schleimhautzeichnung der Zunge. Muster aus linien- und punktförmigen Epithelveränderungen.
Für weißliche Veränderungen der Mukosa sind die diagnostischen Überlegungen zur Frage »Oraler Lichen planus oder orale Leukoplakie?« dargelegt. Aufgrund der morphologischen Variationsbreite treten manchmal sehr ähnliche klinische Bilder auf, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede betrachtet werden. Klinische Merkmale, die Erkennen und Abgrenzung beider Mundschleimhautveränderungen erleichtern, werden beschrieben und infrage kommende Differenzialdiagnosen aufgeführt. In die Betrachtung einbezogen ist ein in Zahnarzt & Praxis (3/2009) publizierter klinischer Fall einer weißlichen Veränderung der Zunge. Mehr...
Von Dres. Gösta Bethke und Gudrun Bethke    aktualisiert am 12.02.2010

Notfälle auf dem Zahnarztstuhl – Teil 1

© Michael Bührkel/PIXELIO
Nicht zahnmedizinische Notfälle in der Zahnarztpraxis unterbrechen unplanmäßig die gut organisierte Sprechstunde. Zahnärzte fühlen sich diesem Geschehen oft nicht gewachsen, erkennen während der konzentrierten Arbeit einen Notfall vielleicht auch zu spät. Der folgende Beitrag soll frühe Warnzeichen zeigen, einfach zu handhabende Lösungsvorschläge offerieren und ermutigen, bei erkannten Defiziten auffrischende Kurse für das Praxisteam zu planen. Mehr...
Von Dr. Marc A. Hünten    aktualisiert am 17.12.2009

Systematik der Mundschleimhaut-Untersuchung

Abb. 1: Retroanguläre Veränderung durch den Mundspiegel verdeckt.
Die klinische Untersuchung bildet die Basis für die Diagnostik von Mundschleimhauterkrankungen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung ist die Intention auf die Vollständigkeit der Mundschleimhaut-Inspektion gerichtet und unterscheidet sich damit von der symptombezogenen Untersuchung oder der Beobachtung en passant. Mehr...
Von Dres. Gösta und Gudrun Bethke    aktualisiert am 20.11.2009

Wenn es nicht aufhören will zu bluten

Indikation, Pharmaka und Risiken der Antikoagulanzientherapie – Teil 1

Unsere Patienten werden immer älter. Mit dieser Verschiebung in der Alterspyramide sind deutlich häufigere Erkrankungen und therapeutische Eingriffe mit Langzeitmedikation verbunden. Patienten, die sich einer zahnärztlichen Therapie unterziehen müssen, obwohl sie wegen einer Vorerkrankung dauerhaft Antikoagulanzien einnehmen müssen, sind keine Seltenheit mehr. Bei Multimorbiden ist eine solche Medikation häufig sogar die Regel. Mehr...
Von Dr. Marc A. Hünten    aktualisiert am 10.11.2009

Biofunktionelle Therapie (BFT) – ein neuer Zugang zur Behandlung orofazialer Dysfunktionen – Teil 1

Vakuumaktivator in situ (Membran vorgewölbt) und aktiviert (Membran eingezogen).
Das orofaziale System ist ein Organ mit zwei wesentlichen Aktivitäten: der biologisch-physiologischen Funktion bei Nahrungsaufnahme und Atmung (Saugen, Schlucken, Kauen sowie Atmen im Wachzustand und im Schlaf) sowie der kommunikativen Funktion durch Lautbildung und Mimik. Hinzu kommen sensorische und sensible Funktionen. Insbesondere den biologischen Funktionen wird großer Einfluss auf die Entwicklung und den Strukturerhalt des dentoalveolären Systems zugeschrieben. In neuerer Zeit rückt die respiratorische Funktion im Zusammenhang mit schlafbezogenen Atemstörungen neben gewohnheitsmäßigen Störungen der orofazialen Haltung (engl: posture) und Auffälligkeiten des Schluckens zunehmend in den Interessenfokus der zahnmedizinischen Forschung [14]. Mehr...
Von Prof. Dr. Dr. Wilfried Engelke    aktualisiert am 02.11.2009

Stomatologie – das Schicksal eines ehrenvollen Terminus im deutschen Sprachgebrauch – Teil 1

Stomatologie
Über dem Terminus „Stomatologie“ liegt unverdienterweise als DDR-Relikt ein gewisser Hauch politischer Verbrämtheit und selbst mancher, der an seiner Durchsetzung mitstritt, meidet ihn, obwohl er seine Urkunde als Fachzahnarzt oder seine Ernennung zum Leiter einer ambulanten zahnärztlichen Einrichtung ziert bzw. auf seinem professoralen Berufungsschreiben sein „stomatologisches“ Lehrgebiet ausweist. In Anbetracht der begrifflichen Wertigkeit der Wortschöpfung „Stomatologie“ scheint deshalb der Versuch einer terminologisch versöhnenden Retrospektive aus der Sicht eines damals unmittelbar Beteiligten reizvoll, zumal die Kenntnis der Hintergründe für die Inauguration des Begriffs Stomatologie manches zu glätten und in richtige Bahnen zu lenken vermag. Mehr...
Von Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Walter Künzel    aktualisiert am 28.10.2009

Leitliniengerechte zahnärztliche Schmerztherapie

© Sigrid Roßmann/PIXELIO
Für unsere Patienten ist unser Beruf unweigerlich mit der Schmerzthematik verbunden. Erste Erfahrungen mit dem Zahnarzt waren meist schmerzhaft, sodass diese Assoziation im Gehirn eingebrannt ein Leben lang bestehen bleibt. Umso wichtiger ist von Anfang an eine kompetente, alters- und morbiditätsadjustierte Schmerztherapie, die sich an international gültigen Leitlinien orientiert. Dieser Artikel stellt Ihnen die systemisch wirkende medikamentöse Schmerztherapie unter Berücksichtigung der Leitlinien dar und berücksichtigt Sonderfälle. Mehr...
Von Dr. Marc A. Hünten    aktualisiert am 23.10.2009

Serie: Falldokumentationen zahnärztlicher Laserbehandlungen

Entfernung einer Leukoplakie an der Zunge mit einem Er:YAG-Laser

Abb. 1:  Ausgangsbefund.
Unser Autor Dr. Joachim Schiffer arbeitet in seiner Praxis seit Jahren mit den verschiedensten Dentallasern und leitet Fortbildungen zu diesem Thema. In seinen Artikeln stellt er Kasuistiken aus seiner Praxis vor, anhand derer man die grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten und ebenso die speziellen Lasereinstellungen für die verschiedensten Indikationen nachvollziehen kann. Dazu kommen einige Tricks aus seinem Erfahrungsschatz. Mehr...
Von Dr. Joachim Schiffer    aktualisiert am 14.10.2009