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Wissenschaftliche Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)

Endodontie im Milchgebiss

Karies im Milchgebiss stellt die häufigste Ursache für die Notwendigkeit endodontischer Behandlungsmaßnahmen in der primären Dentition dar.

Die wissenschaftliche Mitteilung „Endodontie am Milchzahn“ wurde im Jahr 2010 einer Überarbeitung unterzogen und in aktualisierter Fassung im März 2011 veröffentlicht. Wesentliches Ziel der wissenschaftlichen Mitteilung ist dabei die Beschreibung der Indikationen, Kontraindikationen und der relevanten klinischen Arbeitsschritte endodontischer Behandlungsverfahren am Milchzahn. Mit der Neufassung verbinden die Autoren den Anspruch, den Erhalt des Milchzahnes langfristig sicher zu stellen, Misserfolge auszuschließen und grundsätzlich solche Verfahren zu befürworten, welche in wissenschaftlichen Studien ihren klinischen Erfolg unter Beweis gestellt haben. Mehr...

Von Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien, PD Dr. Jan Kühnisch, Prof. Dr. Edgar Schäfer    aktualisiert am 21.12.2011

Eindrücke aus einem Jahr Anwendung in der endodontischen Praxis

Das Self-Adjusting-File-System

Abb. 1: Die neu entwickelte SAF-Feile im Winkelstück mit dem Anschluss für die Zuführung der Spülflüssigkeit.
Die self-adjusting file (SAF) ist ein neues Tool, mit dem komplexe Kanalstrukturen besser als mit rotierenden Nickel-Titan-Systemen aufbereitet und desinfiziert werden können. Im Vordergrund steht, dass mit weniger Instrumenten gerade in ovalen Kanälen bessere Ergebnisse erzielbar sind. Mit SAF kam man vom Gedanken ab, Kanäle mit rotierenden Bohrern aufzubereiten, weil dabei viele unbehandelte Kanalwandabschnitte zurückbleiben. Dagegen passt sich die neu entwickelte Hohlfeile aus Nickel-Titan der Kanalkonfiguration selbst an. Studien zeigen eine wesentlich bessere Reinigung, Aufbereitung und Beibehaltung der Wurzelkanalkrümmung als mit rotierenden Systemen. Mehr...
Von Dr. Wolf Richter    aktualisiert am 29.06.2011

Wurzelkanaldesinfektion – womit? Welche Konzentration? Wann?

Die Heilung einer Parodontitis apicalis ist in erster Linie eine Frage einer gründlichen Desinfektion des Wurzelkanalsystems.
Dreh- und Angelpunkt der Endodontie ist die keimtötende und gewebsauflösende, aber trotzdem biokompatible Spülung der aufbereiteten Wurzelkanäle. Kein Wunder, dass es hier eine kaum überschaubare Material- und Meinungsvielfalt gibt! Zahnarzt & Praxis befragte hierzu Prof. Dr. Michael Hülsmann (Universität Göttingen). Mehr...
aktualisiert am 20.06.2011

Endo mit nur einer Feile – der Paradigmenwechsel in der Endodontie?

Abb. 1: Die WaveOne-Feile.
Mit WaveOne stellt DENTSPLY Maillefer ein neues Konzept vor, um Wurzelkanäle in adäquater Größe und Konizität mit einem einzigen maschinellen Nickel-Titan-Instrument in reziproker Bewegung aufzubereiten. Im Praxisalltag steht die „Single-File“-Technik für Einfachheit, Innovation und nicht zuletzt für zuvor unerreichte Sicherheit. Mehr...
Von Dr. Ludwig Hermeler    aktualisiert am 16.06.2011

Der endodontische Notfall – Teil 1

Die unter Zeitdruck durchgeführte Trepanation und Kanalsuche führte zur Perforation. Deren Verschluss ist nun viel aufwendiger als die Anlage einer adäquaten Zugangskavität. Die Prognose ist jetzt erheblich schlechter.
Der endodontische Notfall stellt in der täglichen Praxis eine allgemeine Stresssituation dar. Schon die Bezeichnung „Notfall“ impliziert ein nicht planbares Ereignis. Das Praxisteam muss im Rahmen des Zeitplanes in der Lage sein, den Notfallpatienten in eine planbare endodontische Behandlung zu überführen. Dazu benötigt es einen „Notfallplan“, also einerseits die Freihaltung sogenannter Notfallslots im Terminplan, und andererseits einen standardisierten Ablauf von Diagnostik und Therapie. Hier haben sich Ablaufpläne, Checklisten und EDV-gestützte Komplexe oder „binäre Ablaufbäume“ bewährt. Mehr...
Von Dirk Zipprich, Dr. Stefan Verch, Dr. (RO) Gabriel Tulus    aktualisiert am 28.01.2011

Befestigen im Wurzelkanal

Zahn 15, adhäsiver Aufbau mit glasfaserverstärktem Kompositstift und Kompositaufbau.
Muss ein stark zerstörter, endodontisch behandelter Zahn als prothetischer Pfeiler aufgebaut werden, ist oft ein Wurzelstift zur Befestigung des plastischen Aufbaus nötig. Er hat keine stabilisierende Wirkung auf die Wurzel, schwächt diese sogar oft noch, wenn für die Stiftbett-Präparation Substanz abgetragen wird. Entsprechend eng ist die Indikation für einen Aufbaustift zu setzen: Erst wenn für die Retention des Aufbaus weniger als zwei koronale Kavitätenwände mit einer Mindeststärke von 1 mm nach (!) Kronenpräparation zur Verfügung [1] stehen, ist eine zusätzliche Retention durch eine Stiftverankerung im Wurzelkanal nötig. Mehr...
Von Dr. Guido Sterzenbach    aktualisiert am 13.10.2010

Serie: Falldokumentationen zahnärztlicher Laserbehandlungen

Gangränbehandlung eines einwurzeligen Zahns

Abb.1: Das Röntgenbild zeigt eine deutliche Aufhellung im unteren Wurzeldrittel von 45. Das Ungewöhnliche in diesem Fall ist die fehlende apikale Beteiligung. Der ostitische Bereich liegt offensichtlich in einem Seitenkanal.
Unser Autor Dr. Joachim Schiffer arbeitet in seiner Praxis seit Jahren mit den verschiedensten Dentallasern und leitet Fortbildungen zu diesem Thema. In seinen Artikeln stellt er Kasuistiken aus seiner Praxis vor, anhand derer man die grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten und ebenso die speziellen Lasereinstellungen für die verschiedensten Indikationen nachvollziehen kann. Dazu kommen einige Tricks aus seinem Erfahrungsschatz. Mehr...
Von Dr. Joachim Schiffer    aktualisiert am 21.06.2010

Vorbild für die Praxis?

Arbeitsplatzorganisation für endodontische Arbeitsplätze

Eine perfekte Instrumentierung ist Grundvoraussetzung für rasches Arbeiten.
Endodontie erfordert ein spezielles Instrumentarium und den Einsatz besonderer Geräte. Dies verursacht hohe Grundkosten, die im Regelfall weder durch BEMA-Positionen noch durch den GOZ-Standardsatz wirtschaftlich gedeckt sind. Wirtschaftlichkeit kann auch durch Verkürzung der Behandlungszeit entstehen. Voraussetzung dafür ist neben Erfahrung und Können des behandelnden Teams vor allem die organisatorische Optimierung des Arbeitsablaufs. Hier soll am Beispiel einer spezialisierten Endodontieeinheit an einer Universitätsklinik gezeigt werden, wie man die Arbeitsabläufe qualitativ optimieren und zeitlich beschleunigen kann, damit sich Zahnarzt und Assistenz stressfrei auf die eigentliche Therapie konzentrieren können. Mehr...
Von Prof. Dr. R. Stoll, ZÄ S. Yüksel, Dr. M. J. Roggendorf, A. Hoffmann, Prof. Dr. R. Frankenberger    aktualisiert am 22.03.2010

Das Röntgenbild – ein geeignetes Instrument zur Beurteilung von Qualität oder Schwierigkeitsgrad endodontischer Behandlungen? – Teil 1

UK-Frontzahn mit unvollständiger Wurzelfüllung. Dass das Kanalsystems sehr komplex ist, ein Kanal unbehandelt blieb und ein frakturiertes Instrumententeil feststeckt, zeigte sich erst bei der In-vitro-Präparation des Zahns.
Zahnfilmröntgenaufnahmen gelten im Bereich der Endodontie immer noch als diagnostischer Goldstandard. Sie dienen der Beurteilung sowohl des Schwierigkeitsgrads einer durchzuführenden endodontischen Behandlung als auch des „Outcome“, insbesondere der „Qualität“ einer Wurzelkanalfüllung. Bei näherer Betrachtung liefern Röntgenaufnahmen (einschließlich der in letzter Zeit oft sehr positiv bewerteten digitalen Aufnahmen mit hochauflösenden Sensoren und Bildbearbeitungsmöglichkeiten) jedoch nur bedingt aussagekräftige Informationen. Sich bei Diagnostik, Planung und abschließender Qualitätsbewertung allein auf Röntgenbilder, insbesondere einen einzelnen Zahnfilm, zu verlassen, führt nicht selten zu unangenehmen Überraschungen. Anhand von Fallbeispielen sollen Schwierigkeiten und Zuverlässigkeitsgrenzen der Röntgendiagnostik in der Endodontie diskutiert werden. Mehr...
Von Dr. (RO) Gabriel Tulus, Dr. Thomas Weber, Dr. (RO) Christian Rusch    aktualisiert am 05.11.2009

Photodynamische antimikrobielle Chemotherapie in der Endodontie

Wurzelkanaldesinfektion mittels photodynamischer antimikrobieller Chemotherapie (PACT).
Unter der photodynamischen Therapie (PDT) versteht man ursprünglich ein Verfahren zur Behandlung von Neoplasien mit spezifischem Licht in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz, einem so genannten Photosensibilisator, und dem im Gewebe vorhandenen Sauerstoff. Für die Abtötung von Bakterien wird dieses Verfahren mit Sensibilisatoren auf Basis der Farbstoffe Toluidinblau oder Methylenblau verwendet, was in der Literatur häufig als photodynamische antimikrobielle Chemotherapie (PACT) oder photoaktivierte Desinfektion (PAD) bezeichnet wird. Mehr...
Von Prof. Dr. Rainer Hahn    aktualisiert am 05.11.2009

Der endodontische Misserfolg in der ästhetischen Zone – Teil 1

Während der zurückliegenden 15 bis 20 Jahre haben sich Endodontologie und Implantologie sehr gut weiterentwickelt. Heutige Behandlungskonzepte und Methoden erlauben uns eine ergebnissichere Behandlung. Kommt es trotzdem zu einem Verlust des endodontisch behandelten Zahns, können insbesondere im anterioren Bereich gravierende und ästhetisch relevante Beeinträchtigungen auftreten. Wie dann mittels parodontalplastischer und implantologischer Maßnahmen wieder eine suffiziente Ästhetik der Lücke geschaffen werden kann, ist Gegenstand dieses Textes Mehr...
Von Dr. Wolfgang Gänsler    aktualisiert am 02.11.2009