Astratech

Provisorisches Zementieren auf natürlichen Pfeilern

Provisorisches Zementieren

Das Anfertigen direkter provisorischer Kronen gehörte früher zu den wenigen erlaubten Mitteln der Werbung für eine Zahnarztpraxis. Waren es Provisorien im sichtbaren Bereich, konnten sich die Angehörigen, Bekannten und Kollegen des Patienten sofort ein Bild von der „Qualität“ des Zahnarztes machen. Heutzutage werden immer mehr Provisorien von versierten Helferinnen angefertigt; dieser Arbeitsschritt gilt inzwischen eher als notgedrungen auszuführender Zwischenschritt. Und um das Befestigen dieser Provisorien macht man sich kaum noch Sorgen: Man hat ein, bestenfalls zwei traditionelle Materialien dafür. Aber gerade dieser Arbeitsschritt kann die Weichen für den späteren (Miss-)Erfolg stellen. Es wird also Zeit, sich wieder etwas genauer mit den für die provisorische Befestigung gedachten Materialien zu beschäftigen. Mehr...

Von Dr. Felix Blankenstein    aktualisiert am 13.12.2011

CAD/CAM-Restaurationen – dentale Schlüsseltechnologie für eine erfolgreiche Zukunft?!

Abb. 1: CAD-Konstruktion einer dreigliedrigen Brücke.
Die digitale Technologie CAD/CAM hält Einzug in immer mehr Zahnarztpraxen und Dentallabore, die diese Technik zum Nutzen des Patienten einsetzen. Reproduzierbare Ergebnisse sowie Qualitätssteigerungen bei höherer wirtschaftlicher Rentabilität bedeuten, dass der digitale Workflow zukünftig eine entscheidende Rolle in der Zahnmedizin spielen wird. Mehr...
Von Dr. Andreas Adamzik M.Sc.    aktualisiert am 02.11.2011

Vorbereitende Maßnahmen bei der digitalen Abformung

Abb. 1: Bepuderte Zahnreihe vor Durchführung eines Scans mit dem LAVA C.O.S.
Die Qualität der Abformung bestimmt wesentlich über Erfolg oder Misserfolg der prothetischen Behandlung. Entscheidend wichtig ist dabei ein strukturierter Arbeitsablauf. Nur durch eine konsequente Standardisierung der Arbeitskette kann man Dimensionsungenauigkeiten vermeiden und eine gleichbleibend hohe Präzision der Arbeitsmodelle erreichen [2, 9]. In dieser Hinsicht hat gegenwärtig mit der Einführung optischer Abformsysteme der nächste Schritt hin zur Prozessoptimierung bzw. Standardisierung begonnen. Mehr...
Von ZA Paul Seelbach, ZÄ Cora Brückel, Dr. Peter Rehmann, Prof. Dr. Bernd Wöstmann    aktualisiert am 19.10.2011

Hybrid-Abutments – Möglichkeiten der Herstellung

Das Abutment nimmt in der Implantatprothetik einen zentralen Platz ein. Besonders in schwierigen Situationen ist die Frage Ästhetik vs. Stabilität entscheidend. Keramische Abutments sind zwar ästhetischer, haben aber bei gleicher Konstruktionsdicke eine geringere Stabilität. Ästhetische, indikations- und werkstofftechnische Einschränkungen führten zur Entwicklung der Hybrid-Abutments mit einer duktilen Titanbasis und einem Ästhetikaufbau (Überwurf) aus Keramik. Neben dem Kleben mit Adhäsiven hat sich die Keramiklottechnik mit Hotbond-Loten etabliert. Durch die Neuentwicklung zircon hotbond tizio & tizio connect ist es nun möglich, Titanbasen mit Keramikaufbauten spaltfrei und dauerhaft stabil zu fügen. Mehr...
Von ZTM Christian Moss, Dr. Michael Hopp    aktualisiert am 22.08.2011

Eine Anwendung des BIOMET 3i Encode®-Abformsystems

Prothetische Rehabilitation einer neurologisch geschädigten Patientin

Abb. 1: Insertion eines 3,25-mm-Tapered-Implantats im OK.
Die schleichende Rationierung in der Medizin trifft auch die Zahnmedizin. Hier schaffen Zuzahlungsmodelle eine gewisse Flexibilisierung. Damit wird die Anwendung von Dentalimplantaten auch bei Risikopatienten möglich, die einer „normalen“ Behandlung nicht zugänglich sind: behandlungsunwillige Kinder, Phobiker und zerebral (z.B. nach apoplektischem Insult) Geschädigte, die nur in Vollnarkose behandelt werden können. Dabei müssen Therapiekonzepte verfolgt werden, die der längeren Lebenserwartung dieser Menschen gerecht werden, welche auch Anrecht auf eine ästhetische Rehabilitation haben. Mehr...
Von Dr. Frank Kehrer, Dr. Marc Schweizer, Dr. Florian Steck, Claus Pukropp    aktualisiert am 21.06.2011

Intraorale Erfassung – Leistungsdaten und Prozesse

Die digitale Abformung (direkte optische Erfassung) von Zahnhartsubstanz und Weichgewebe im Patientenmund ist momentan ein viel diskutiertes Thema in der restaurativen Zahnmedizin. Beseelt von dem Gedanken, den fehleranfälligen und zeitaufwendigen Prozess der konventionellen Abformung zu ersetzen, gelten die intraoralen Scansysteme als ein weiterer Schritt zu höherer Qualität und kürzerer Behandlungszeit. Als weitere Argumente werden der bessere Patientenkomfort, eine höhere Behandlungseffizienz, die Kostenersparnis und eine direkte Kontrollmöglichkeit angeführt. Dazu kommt der Zusatznutzen als Marketinginstrument. Mehr...
Von Ralph Riquier    aktualisiert am 03.02.2011

Stand der Wissenschaft

Computergestützte Fertigung zahnmedizinischer Restaurationen – Teil 1

CAD/CAM-gefertigte, vollkeramische Freiendbrücke aus dicht gesintertem Zirkoniumdioxid, links: Modellsituation, rechts: nach Eingliederung.
Die computergestützte Fertigung dentaler Restaurationen blickt auf eine über 40-jährige Entwicklungsgeschichte zurück. Zu Beginn der 1970er Jahre erschloss François Duret, der Vater der dentalen CAD/CAM-Technik, mit seinen damals visionären Ansätzen eine heute vielseitig einsetzbare Technologie für die Zahnheilkunde [11, 15]. Noch bevor es zu Beginn des letzten Jahrzehnts zu einem regelrechten Boom dieser Technik kam (Abb. 1, Tab. 1), wurden zunächst in Jena, später in Dresden die Grundlagen für eine heute in Ulm ansässige Forschergruppe gelegt [4–7]. Ergebnisse aus mehr als zehn Jahren Forschung sollen anhand von Dissertationsergebnissen rund um Digitalisierung, computergestütztes Design und Fertigung vorgestellt werden. Mehr...
Von Dr. Heike Rudolph et al.    aktualisiert am 27.10.2010

Die digitale Abformung – ein Wegweiser in die Zukunft?

Die Idee der optischen Abformung ist nicht neu: Bereits 1980 wurde mit dem CEREC-System an der Universität Zürich ein solches Verfahren zur digitalen Abformung entwickelt, das seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Besonders bekannt sind im deutschsprachigen Raum gegenwärtig zwei Systeme: CEREC Connect (Sirona) sowie der LAVA C.O.S. (Chairside Oral Scanner) von 3M ESPE. In ihrem Beitrag erläutern Paul Seelbach et al. Präzision der digitalen Abformung, Indikation sowie Vor- und Nachteile. Mehr...
Von ZA Paul Seelbach, Sandra Schierz, Dr. Peter Rehmann, Prof. Dr. Bernd Wöstmann    aktualisiert am 19.08.2010

Die Greifswalder Verbundbrückentechnologie – ein übertragbares Versorgungskonzept

Abb. 1: Natürliche Stümpfe 44/45; Implantat regio 47 (Xive®, Dentsply).
Die Implantologie gilt als äußerst zuverlässige und erfolgreiche Therapieform. Dennoch sind biologische oder technische Komplikationen, insbesondere bei mehrgliedrigen Implantat- sowie zahn- und implantatgetragenen Brückenkonstruktionen, nicht immer auszuschließen. Deshalb sollten sie bedingt abnehmbar konzipiert werden, damit etwaige Revisions- und Reparaturarbeiten problemlos durchzuführen sind [3, 5, 26]. Speziell in der Verbundbrückentechnologie kann der heutige Konstruktionsstandard diese Forderungen nur ansatzweise erfüllen [26]. Das Konzept der Greifswalder Verbundbrücke hingegen entspricht dem Anforderungsprofil in besonderer Weise und bietet darüber hinaus weitere klinische und technische Vorteile. Mehr...
Von Dieter Steinborn    aktualisiert am 21.05.2010

Infix®-Kronen – Ein Meilenstein in der CAD/CAM-gestützten Herstellung von vollanatomischem Zahnersatz

Metallfreie vollkeramische Versorgungen haben innerhalb der letzten Jahre vor allem wegen ihrer ästhetischen Möglichkeiten und ihrer hervorragenden Biokompatibilität stark an Bedeutung zugenommen und sind mittlerweile in den Praxen weit verbreitet. Zirkonoxidgestützte Einzelkronen können heute als klinisch bewährt angesehen werden [1]. Gerüstfrakturen von Zirkonoxidkappen kommen bei Einzelzahnversorgungen so gut wie nie vor. Allerdings wird von einem gegenüber Metallkeramikkronen erhöhten Auftreten kohäsiver lokaler Frakturen der Glaskeramikverblendung (sog. Chipping) berichtet [2–5]. Als mögliche Ursachen hierfür kommt eine Reihe von Faktoren infrage, deren genaue Auswirkungen noch nicht vollständig bekannt sind [6, 7]. Mehr...
Von Dr. Jan Hajtó    aktualisiert am 12.02.2010

Digital dentistry – oder: vom digitalen Wax-up zur digitalen Vollkeramik

Vollkeramische Versorgungen erlebten wegen ihrer guten ästhetischen und biokompatiblen Eigenschaften in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Oxidische Hochleistungskeramiken haben zwar einen Hauptanteil dieses Zuwachses bewirkt; trotzdem favorisieren die Autoren im Frontzahnbereich nach wie vor glaskeramische Restaurationen, die bei nicht oder nur wenig verfärbten Zahnstümpfen die besten ästhetischen Ergebnisse liefern. Mehr...
Von ZT Josef Schweiger, PD Dr. Florian Beuer    aktualisiert am 22.12.2009

Kombinierter Zahnersatz und Vollkeramik – geht das?

Abb. 1a u. b: Fall 1 – Vollkeramischer Kronenblock mit Anhängern 14 und 24 sowie distalen Geschiebepatrizen.
Mit der Etablierung des Zirkoniumdioxids in der festsitzenden Prothetik stellt sich die Frage, ob man daraus auch Bauteile des kombinierten Zahnersatzes fertigen könnte, die bisher als Domäne der Metalle bzw. Legierungen gelten. Innenteleskope werden ja längst aus ZrO2 hergestellt. Unser Interesse richtete sich nun auf das Patrizenteil extrakoronaler Geschiebe, das einerseits hohen mechanischen Lasten ausgesetzt ist, andererseits oft unästhetisch durchschimmert und regelmäßig engen Kontakt zur Gingiva hat. Diese Idee ist nicht so neu, wie es scheint: Inzwischen weiß man, dass korrekt dimensionierte Gerüste Kräfte von bis zu 1.500 N tragen können, also das Dreifache der maximalen Kaulast [2]. Nach gemeinsamer Planung mit dem Zahntechniker entschieden wir uns, die Vorteile der Yttrium-stabilisierten Hochleistungskeramik auch für Geschiebe zu nutzen. Mehr...
Von ZTM Holm Preußler, Dr. Felix Blankenstein, Dr. Alexander Krjukow    aktualisiert am 03.11.2009

Relationsermittlung in habitueller Interkuspidation

Abb. 1: Versuchsanordnung.
Für prothetische Arbeiten am nicht funktionsgestörten Gebiss ist die Relationsbestimmung in habitueller Interkuspidation vielfach die Methode der Wahl (sog. Bissnahme). Dass dieses Vorgehen, so einfach es klingen mag, dennoch seine Tücken hat, bezeugen die Aussagen vieler Kollegen: „Meine Patienten schließen nie konstant“, „Manche Kronen sind zu hoch, andere zu niedrig.“ Aber auch Klagen mancher Patienten: „Seitdem ich diese Brücke habe, komme ich gar nicht mehr zurecht!“ deuten auf Probleme bei diesem Verfahren hin. Mehr...
Von Gerd Christiansen    aktualisiert am 26.10.2009

Abformproblematik bei der Herstellung von Hybridkonstruktionen

Abb. 1: Abformpfosten im Bereich der Implantate und Galvano-Kronengerüste auf den präparierten Zähnen vor der Implantatabformung (Fall 1).
Unabhängig von der Indikationsstellung stellt sich nach erfolgreicher Implantation die Frage nach der geeigneten Abformtechnik, besonders wenn im implantierten Kiefer gleichzeitig natürliche Zähne prothetisch versorgt werden sollen. Eine fehlerfreie Abformung hat dabei entscheidende Bedeutung für den Langzeiterfolg der Gesamtversorgung, da beim gegenwärtigen Stand der Zahnheilkunde nahezu jede prothetische Arbeit an ein Modell und damit an die Qualität der ihm zugrunde liegenden Abformung gebunden ist [1, 2, 8]. Mehr...
Von Hanna-Lena Gohlke, Dr. Peter Rehmann, Prof. Dr. Bernd Wöstmann    aktualisiert am 20.10.2009

Konventionelle Befestigung von Vollkeramikrestaurationen

Abb. 1: Die gleiche Zirkonoxidkrone mit unterschiedlichen Zementfarben befestigt. V. l. n. r.: weiß – gelb – grau – rosa.
Die ästhetischen Ansprüche der meisten Patienten haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Während früher Vollgusskronen aus hochgoldhaltigen Legierungen sogar als schick galten, werden heute vor allem keramische Verblendungen oder Vollkeramik bevorzugt. Mehr...
Von Dr. Daniel Raab    aktualisiert am 19.10.2009

Abformlöffel für festsitzenden und kombinierten Zahnersatz – Teil 1

Beim gegenwärtigen Stand der Zahnheilkunde ist nahezu jede prothetische Arbeit an ein Modell und damit an die Qualität der ihm zugrunde liegenden Abformung gebunden. Viele der eingesetzten Werkstoffe werden nicht am Patienten, sondern ausschließlich im Zahntechnik-Labor verarbeitet. Damit wird der Prozess der Abformung zum eigentlichen Bindeglied zwischen zahnärztlicher und zahntechnischer Arbeit. Er stellt zwar stets nur ein Glied in der Kette der klinischen und labortechnischen Verrichtungen dar, erhält aber einen dominierenden Stellenwert, weil in seinem Verlauf eintretende Fehler in der Regel nicht bzw. nur durch Wiederholung des gesamten Arbeitsablaufes korrigierbar sind. Mehr...
Von Dr. Peter Rehmann, Prof. Dr. Bernd Wöstmann    aktualisiert am 30.09.2009