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Sind die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kunststoff-Prothesenzähne klinisch relevant?

Plastikzahn ist nicht gleich Plastikzahn – Teil 1

Prothesenzähne wurden schon immer in Anlehnung an spezielle Artikulationskonzepte hergestellt: Sie hatten entweder eine anatomische Okklusalfläche, reduzierte oder gar keine Höcker oder auch spezielle Verschlüsselungsformen wie das Mörser-Pistill-Prinzip. Um den Sinn der unterschiedlichen Höckerneigungen wurde mit missionarischem Eifer gestritten, ohne dass es jemals eine sichere Antwort auf die Frage nach dem klinischen Nutzen gab. Dabei geriet in den Hintergrund, dass es ein weiteres Auswahlkriterium gibt: das verwendete Material. Insbesondere bei den Plastikzähnen ist hier die Vielfalt ähnlich groß. Der Autor dieses Beitrages ging deshalb der Frage nach, ob die Auswahl eines speziellen Materials klinische Konsequenzen hat. Mehr...

Von ZA Ronny Watzke    aktualisiert am 09.11.2010

Warum brechen Prothesen?

In den Industrieländern müssen zahlreiche Menschen ihre fehlenden Zähne mit Totalprothesen ersetzen. (Bild: © DAK)
Die Prävalenz totaler Zahnlosigkeit älterer Menschen liegt in den USA bei 26%, in den europäischen Ländern zwischen 15% und 78%. In den Industrieländern müssen Millionen von Menschen ihre fehlenden Zähne mit Totalprothesen ersetzen und dabei die bekannten Nachteile in Kauf nehmen. Trotzdem wissen wir immer noch sehr wenig über die Zusammenhänge zwischen der Prothesenqualität und Patientenzufriedenheit [1]. Obwohl bekannt ist, dass auch Totalprothesenträger künftig länger leben werden, ist das Thema derzeit „unpopulär“ und es fehlt an aussagekräftigen Studien [2]. Mehr...
Von Univ. Doz. Dr. Tonguç Sülün    aktualisiert am 30.11.2009

Kombinierter Zahnersatz und Vollkeramik – geht das?

Abb. 1a u. b: Fall 1 – Vollkeramischer Kronenblock mit Anhängern 14 und 24 sowie distalen Geschiebepatrizen.
Mit der Etablierung des Zirkoniumdioxids in der festsitzenden Prothetik stellt sich die Frage, ob man daraus auch Bauteile des kombinierten Zahnersatzes fertigen könnte, die bisher als Domäne der Metalle bzw. Legierungen gelten. Innenteleskope werden ja längst aus ZrO2 hergestellt. Unser Interesse richtete sich nun auf das Patrizenteil extrakoronaler Geschiebe, das einerseits hohen mechanischen Lasten ausgesetzt ist, andererseits oft unästhetisch durchschimmert und regelmäßig engen Kontakt zur Gingiva hat. Diese Idee ist nicht so neu, wie es scheint: Inzwischen weiß man, dass korrekt dimensionierte Gerüste Kräfte von bis zu 1.500 N tragen können, also das Dreifache der maximalen Kaulast [2]. Nach gemeinsamer Planung mit dem Zahntechniker entschieden wir uns, die Vorteile der Yttrium-stabilisierten Hochleistungskeramik auch für Geschiebe zu nutzen. Mehr...
Von ZTM Holm Preußler, Dr. Felix Blankenstein, Dr. Alexander Krjukow    aktualisiert am 03.11.2009

Handbissnahme ade?

Massive Abrasionen durch jahrelanges Bruxieren, Patientin steht während der Initialbehandlung auf einer DIR®-Schiene.
Während innerhalb der Implantologie oder auch Parodontologie in den letzten zehn Jahren Quantensprünge vollbracht wurden, während die Chirurgen mit 3D-Navigationssystemen implantieren und CAD/CAM-Verfahren aus der Zahntechnik nicht mehr wegzudenken sind, ist es doch erstaunlich, wie althergebracht bei der Relations- und Übertragungstechnik vorgegangen wird. Mehr...
Von Dr. Peter Blattner, ZÄ Dr. Farina Blattner    aktualisiert am 30.09.2009