Therapie der Periimplantitis – ein Protokoll für klinischen Erfolg – Teil 2

Drucken Von Dr. Önder Solakoglu, MCD, M.Sc.    aktualisiert am 08.02.2012

Abb. 2: Darstellung des Knochendefekts um das Brånemark Mark IV Implantat nach Entfernung des Granulationsgewebes. Ansicht frontal.
Abb. 2: Darstellung des Knochendefekts um das Brånemark Mark IV Implantat nach Entfernung des Granulationsgewebes. Ansicht frontal.

Chirurgisches Protokoll



Die periimplantären Defekte wurden durch die Bildung von bukkalen und lingualen bzw. palatinalen Mukoperiostlappen chirurgisch dargestellt (Abb. 2 u. 3). Hierbei wurde darauf geachtet, das periimplantäre Granulationsgewebe bereits vom Lappen zu trennen
Abb. 3: Situation aus Abb. 2, Ansicht okklusal.
Abb. 3: Situation aus Abb. 2, Ansicht okklusal.
und um das betroffene Implantat herum zu belassen, damit es später leichter entfernt werden kann. Dann wurde mithilfe von Ultraschallinstrumenten (Cavitron mit Kunststoffaufsätzen, DENTSPLY) und Handinstrumenten (Graphitscaler, Hu-Friedy) das Granulationsgewebe um das Implantat herum entfernt und der meist zirkumferente Knochendefekt dargestellt.

Die Entfernung des etablierten bakteriellen Biofilms ist jedoch mit mechanischer Reinigung allein nicht möglich. Hierzu wird die kontaminierte Implantatoberfläche mit einem Biofilm Remover (Hyben X, Epien Corp., USA) behandelt. Anschließend wird der vorbehandelte Biofilm mithilfe eines Pulver-Wasser-Strahlgerätes
Abb. 4: Eingebrachtes Puros Knochenersatzmaterial in der Defektstelle regio 22 nach Dekontamination der Implantatoberfläche und lateraler Kieferkammaugmentation regio 21.
Abb. 4: Eingebrachtes Puros Knochenersatzmaterial in der Defektstelle regio 22 nach Dekontamination der Implantatoberfläche und lateraler Kieferkammaugmentation regio 21.
(EMS, Air-Flow® S2) mit wasserlöslichem Glycinpulver (EMS, Air-Flow® Perio, subgingival) von der Titanoberfläche abgestrahlt. Danach wird die mechanisch gereinigte Implantatoberfläche chemisch dekontaminiert. In 0,2 % CHX-Lösung und in 3 % H2O2-Lösung getränkte Wattepellets werden abwechselnd für jeweils 30 Sekunden auf die Titanoberfläche aufgebracht und diese anschließend mit steriler Kochsalzlösung abgespült. Dieser Vorgang wird dreimal wiederholt.

Nach mechanischer und chemischer Reinigung erfolgt die Behandlung der Titanobefläche mit der photodynamischen Therapie. Hierbei wird ein an
Abb. 5: Abdeckung mit einer CopiOs Pericardium Membran.
Abb. 5: Abdeckung mit einer CopiOs Pericardium Membran.
Bakterien-Zellmembranen haftender photosensibler Farbstoff (Toluidinblau) durch Laserlicht der Wellenlänge 690 nm angeregt. Der Energietransfer führt zur Aktivierung der anwesenden Sauerstoffmoleküle zu Singulettsauerstoff, welcher Bakterien irreversibel schädigt.

Danach erfolgt der Knochenaufbau, um den periimplantären Defekt zu regenerieren. Zunächst wird die dritte Phase des direkt vor dem Eingriff vorbereiteten PRGF (platelet-rich growth factor, nach Eduardo Anitua, BTI, Vittorio, Spanien [16, 17]) dazu verwendet, das allogene Knochenersatzmaterial (Puros® Allograft Spongiosa Partikel 0,25–1 mm, Zimmer Dental GmbH) nach Rehydrierung mit steriler Kochsalzlösung zu benetzen. Die aus der ersten Phase
Abb. 6a: Spannungsfreier Wundverschluss mit Goretex- und monofilem Nahtmaterial.
Abb. 6a: Spannungsfreier Wundverschluss mit Goretex- und monofilem Nahtmaterial.
des PRGF gewonnene körpereigene Fibrinmembran (nach E. Anitua [17]) wird vor dem Wundverschluss über der resorbierbaren Kollagenmembran (CopiOs® Pericardium Membran, Zimmer Dental GmbH) platziert. Dann werden kortikale Perforationen im und um den Defekt herum angelegt, was zu einer Einblutung führt und die Immigration omnipotenter Progenitorzellen in den Defekt erlaubt. Danach wird ein Gemisch aus Eigenknochen und allogenem Knochenersatzmaterial im Verhältnis von 50 : 50 in den Defekt eingebracht (Abb. 4).
Abb. 6b: Nach erfolgter Periimplantitisbehandlung regio 22 und Augmentation regio 21.
Abb. 6b: Nach erfolgter Periimplantitisbehandlung regio 22 und Augmentation regio 21.
Hierbei wird darauf geachtet, dass zunächst eine Schicht Eigenknochen auf die Titanoberfläche aufgebracht wird, in der vermutlich vitale Osteozyten vorhanden sind. Dann wird der Restdefekt mit dem Gemisch aus Eigenknochen und Knochenersatzmaterial aufgefüllt, mit der CopiOs® Kollagenmembran abgedeckt (Abb. 5) und schließlich der durch Periostschlitzung entlastete Mukoperiostlappen darüber vernäht (Abb. 6a). Als Nahtmaterial wurde Goretex 5.0 verwendet. Postoperativ wurde ein periapikales Röntgenbild angefertigt (Abb. 6b).

Diskussion



Der entscheidende Schritt in der chirurgisch-regenerativen Periimplantitistherapie ist die erfolgreiche Dekontamination der betroffenen Implantatoberfläche [18, 19]. Hierzu wurden verschiedene Vorgehensweisen beschrieben, ein einheitliches Protokoll gibt es jedoch nicht [20, 21]. Die Instrumentierung der Implantatoberfläche ist kritisch zu betrachten, da es auch bei der Verwendung von Kunststoff- bzw. Graphitscalern zur Beschädigung der Titanoberfläche kommen kann, egal, ob diese glatt oder rau ist. Außerdem wurden Laser- bzw.
Abb. 7: Re-Entry der augmentierten Defektstelle nach vier Monaten. Optisch vitaler Knochen mit vollständiger Integration des Augmentationsmaterials. Ansicht frontal.
Abb. 7: Re-Entry der augmentierten Defektstelle nach vier Monaten. Optisch vitaler Knochen mit vollständiger Integration des Augmentationsmaterials. Ansicht frontal.
Abb. 8: Situation aus Abb. 7, Ansicht okklusal.
Abb. 8: Situation aus Abb. 7, Ansicht okklusal.
photodynamische Therapien vorgeschlagen, deren Nutzen in der aktuellen Literatur nicht abschließend geklärt ist [22, 23]. Die regenerative Therapie umfasst zumeist das Auffüllen des Knochendefekts mit autologem Knochen bzw. Knochenersatzmaterial und das Abdecken mit einer Membran und folgt somit dem klassischen Ansatz der Guided Bone Regeneration (GBR) [24–26]. Wesentliche Vorteile beim chirurgisch-regenerativen Vorgehen sind der Erhalt des Implantats und die Verhinderung von Weichgewebsinvolution. Bis heute gibt es nur wenige kontrollierte Studien über den Langzeiterfolg chirurgisch-regenerativer Verfahren [24, 27–29]. Zudem ist der Vergleich dieser Ergebnisse erschwert, weil es sich um Human- und Tierstudien handelt [30], weil die Studiendesigns zu unterschiedlich sind, weil verschiedene Knochenersatzmaterialien (synthetisch [28], autologer Knochen [31], xenogen [32]), Membranen (resorbierbar oder nicht resorbierbar) und Implantattypen genutzt wurden. Inwieweit es nach Auffüllen eines periimplantären Knochendefekts zu einer Re-Osseointegration der betroffenen Implantate kommt, ist bisher ebenfalls nicht vollständig geklärt, da dies eine histologische Untersuchung des Implantats voraussetzen würde. Allerdings wurden in einigen Studien ein Zugewinn an Clinical Attachment, eine Reduktion der Sondierungstiefe und ein Zugewinn von Knochen nach chirurgisch-regenerativer Therapie festgestellt [29–32].

Abb. 9a: Wundheilung nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21. Ansicht frontal.
Abb. 9a: Wundheilung nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21. Ansicht frontal.
Im vorliegend dokumentierten Fall war es möglich, vier und acht Monate nach Periimplantitistherapie einen Re-Entry-Eingriff durchzuführen, da der Behandlungsplan vorsah, ein weiteres Implantat in regio 21 zu inserieren und mit einer Einzelkrone zu versorgen. Nach der Lappenbildung in regio 21 konnte der Erfolg der regenerativen Periimplantitistherapie in regio 22 klinisch beurteilt werden (Abb. 7 u. 8). Es fand sich ein klinisch komplett regenerierter Knochen um das Implantat 22, der gut durchblutet zu sein schien und komplett in den ortsständigen Knochen inkorporiert war. Nach Insertion des benachbarten Implantats (Straumann, BL 4,1 x 10 mm) und spannungsfreiem Wundverschluss (Abb. 9a) wurde erneut eine Kontrollröntgenaufnahme durchgeführt (Abb. 9b).
Abb. 9b: Röntgenkontrollaufnahme nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21.
Abb. 9b: Röntgenkontrollaufnahme nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21.
Auch hier ist der Regenerationserfolg am Implantat 22 sehr gut erkennbar. Nach weiteren vier Monaten (Abb. 10) wurde erneut ein Re-Entry durchgeführt, um die beiden Implantate freizulegen. Es wurde ein Mukoperiostlappen gebildet, das bereits mit Knochen überwachsene Implantat in regio 21 freigelegt (Abb. 11) und die Gingivaformer befestigt (Abb. 12). Auch hier lässt sich sehr gut der regenerative Behandlungserfolg um das Implantat 22 erkennen. Nach weiteren 6–8 Wochen Wartezeit wurden die Implantate 21 und 22 mit Einzelkronen versorgt (Abb. 13 u. 14). Das abschließende Röntgenbild zehn Monate nach Periimplantitisbehandlung ist in Abb. 13b zu sehen.

Dieser klinische Erfolg korrespondiert mit dem in Tabelle 1 vorgeschlagenen Ablauf. Hinsichtlich nutzbarer Materialien und Methoden steht dem Zahnarzt eine breite Palette zur Verfügung. Die hier verwendeten gelten als klinisch bewährt. In zahlreichen Studien unterschiedlichen Designs wurde bisher die Osteokonduktivität und Regenerationsfähigkeit des humanen Knochenersatzmaterials Puros® nachgewiesen [33–36]. Es wird in einem validierten und patentierten Prozess (Tutoplast-Prozess, Tutogen Medical GmbH) unter Entfernung aller unerwünschten Bestandteile (Blut, Zellen, Fette, nicht kollagene Proteine) aus dem Spenderknochen hergestellt. Unverändert bleiben dabei das natürliche Knochenkollagen (Kollagen Typ 1) und das natürliche Knochenmineral erhalten. Histologische Daten bestätigen, dass das Knochenersatzmaterial nach Sinuslift [36], Socket Preservation [37] und präimplantologischer lateraler Augmentation [38] binnen weniger Monate nahezu vollständig in vitalen körpereigenen Knochen umgebaut wird und eine histologische Unterscheidung des neugebildeten Knochens von „altem“ Knochen nicht möglich ist. Dies zeigte sich auch visuell und röntgenologisch im vorliegenden Fallbericht (Abb. 7, 8, 10).
Bilder
Abb. 10: Situation aus Abb. 8, Ansicht okklusal.   Abb. 11: Freilegung des Implantats 21 nach vier Monaten.   Abb. 12: Verbindung von Gingivaformern auf den Implantaten 21 und 22.   Abb. 13a: Prothetische Versorgung mit VMK-Kronen zehn Monate nach Augmentation, Ansicht frontal. (Quelle Abb. 13 u. 14: Praxis Dr. Bertold Meister, Hamburg)   Abb. 13b: Röntgenbild zehn Monate nach Augmentation mit prothetischer Versorgung in situ.   Abb. 14: Situation aus Abb. 13a, Ansicht okklusal.  


Kritisch betrachtet stellt sich die Frage, inwieweit ein Ersatzmaterial in vitalen Knochen umgebaut werden muss, obwohl die Re-Osseointegration von dekontaminierten Implantaten selbst wie auch die Notwendigkeit einer Re-Osseointegration für den Langzeiterfolg von chirurgisch-regenerativen Therapien noch nicht abschließend geklärt ist. So sind zu volumenstabilem xenogenem Knochenersatz bzw. xenogen-autologem Gemisch [32] kürzlich vielversprechende (Kurzzeit-)Ergebnisse publiziert worden. Ergänzend dazu zeigen histomorphometrische Untersuchungen am Tiermodell eine signifikant höhere Defektfüllung bei Verwendung von natürlichem demineralisiertem Knochenersatzmaterial im Vergleich zu synthetischem Hydroxylapatit [39]. Definitionsgemäß wird die Re-Osseointegration anhand des Knochen-Implantat-Kontakts zumeist histomorphometrisch analysiert. Ein vollresorbierbares Ersatzmaterial, dessen Resorption von körpereigener Knochenneubildung begleitet ist, scheint unter optimalen Voraussetzungen den höchsten Knochen-Implantat-Kontakt zu ermöglichen, da keine Restbestandteile des Ersatzmaterials an die Implantatoberfläche grenzen. Das eben genannte Material Puros® folgt dieser Idealvorstellung. Auch für die Benetzung der Implantatoberfläche mit thrombozytenreichem Plasma (PRGF) oder für die Mischung von Knochenersatzmaterial mit PRGF sind kürzlich optimistische Ergebnisse hinsichtlich der Knochenregeneration [40] und des Knochen-Implantat-Kontakts [41] beschrieben worden. Die Verwendung thrombozytenreichen Plasmas basiert auf der Idee, dass die enthaltenen biologischen Wachstumsfaktoren bzw. Mediatoren die Migration, Proliferation, Zelldifferenzierung und die Synthese der extrazellulären Matrix fördern [42–44]. Hierzu gehören u.a. der transforming growth factor beta, fibroblast growth factor, der insulin-like growth factor und der epithelial cell growth factor.

Bis heute ist der Einfluss von PRGF auf die Regeneration von Hartgewebe nicht vollständig bekannt. Einige Autoren fanden keinen Einfluss von PRGF auf die Knochenregeneration [45, 46], es gibt aber auch gegensätzliche Berichte [47]. PRGF in Kombination mit synthetischen Knochenersatzmaterialien ergab in den ersten Wochen post augmentationem einen signifikanten Knochenzugewinn im Vergleich zur Kontrollgruppe, bei der kein PRGF beigemischt wurde. Ein Follow-up über sechs Monate zeigt aber keinen signifikanten Unterschied mehr [48]. Im vorliegenden Bericht wurde PRGF sowohl mit dem verwendeten Knochenersatzmaterial vermischt als auch in gelierter Form als PRGF-Membran zur Abdeckung des Augmentationsgebietes verwendet. Letzteres soll die Regeneration des Weichgewebes unterstützen, wie in zahlreichen Berichten – auch anderer medizinischer Fachbereiche – dokumentiert worden ist [44, 49]. Zusammenfassend lässt sich postulieren, dass durch PRGF-Verwendung bei der regenerativen Therapie der Periimplantitis sehr gute klinische Ergebnisse erzielt werden und keine postoperativen Komplikationen wie Wunddehiszenz oder Membranexposition beobachtet wurden. Mit den hier dargestellten Methoden und Materialien können periimplantäre Knochendefekte in einer Einzelsitzung regeneriert werden. Weitere Untersuchungen auch mit Vergleichsgruppen sind notwendig, um eine bessere Evidenz generieren zu können.


Danksagung

Der Autor bedankt sich für die freundliche und fachkundige Unterstützung bei der Erstellung dieses Manuskriptes bei Dr. Stefan Berger, Field Specialist Biomaterials, Zimmer Dental GmbH.

Zurück zu Teil 1

Teilen

Fotostrecke
Abb. 3: Situation aus Abb. 2, Ansicht okklusal.   Abb. 4: Eingebrachtes Puros Knochenersatzmaterial in der Defektstelle regio 22 nach Dekontamination der Implantatoberfläche und lateraler Kieferkammaugmentation regio 21.   Abb. 5: Abdeckung mit einer CopiOs Pericardium Membran.   Abb. 6a: Spannungsfreier Wundverschluss mit Goretex- und monofilem Nahtmaterial.   Abb. 6b: Nach erfolgter Periimplantitisbehandlung regio 22 und Augmentation regio 21.   Abb. 7: Re-Entry der augmentierten Defektstelle nach vier Monaten. Optisch vitaler Knochen mit vollständiger Integration des Augmentationsmaterials. Ansicht frontal.   Abb. 8: Situation aus Abb. 7, Ansicht okklusal.   Abb. 9a: Wundheilung nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21. Ansicht frontal.   Abb. 9b: Röntgenkontrollaufnahme nach Implantation eines Straumann Bone Level Implantats in regio 21.   Abb. 10: Situation aus Abb. 8, Ansicht okklusal.   Abb. 11: Freilegung des Implantats 21 nach vier Monaten.   Abb. 12: Verbindung von Gingivaformern auf den Implantaten 21 und 22.   Abb. 13a: Prothetische Versorgung mit VMK-Kronen zehn Monate nach Augmentation, Ansicht frontal. (Quelle Abb. 13 u. 14: Praxis Dr. Bertold Meister, Hamburg)   Abb. 13b: Röntgenbild zehn Monate nach Augmentation mit prothetischer Versorgung in situ.   Abb. 14: Situation aus Abb. 13a, Ansicht okklusal.  


Literaturverzeichnis

1. millennium_Research_Group, European Markets for Dental Implants 2011
2. Quirynen M et al.: An in vivo study of the influence of the surface roughness of implants on the microbiology of supra- and subgingival plaque. J Dent Res 72, 1304–1309 (1993)
3. Quirynen M, van Steenberghe D: Bacterial colonization of the internal part of two-stage implants. An in vivo study. Clin Oral Implants Res 4, 158–161 (1993)
4. Berglundh T, Persson L, Klinge B: A systematic review of the incidence of biological and technical complications in implant dentistry reported in prospective longitudinal studies of at least 5 years. J Clin Periodontol 29, Suppl 3, 197–212; discussion 232–233 (2002)
5. Zitzmann NU, Berglundh T: Definition and prevalence of peri-implant diseases. J Clin Periodontol 35, 286–291 (2008)
6. Salinas T, Eckert S: Implant-supported single crowns predictably survive to five years with limited complications. J Evid Base Dent Pract 10, 56–57 (2010)
7. Jung RE et al.: A systematic review of the 5-year survival and complication rates of implant-supported single crowns. Clin Oral Implants Res 19, 119–130 (2008)
8. Ellegaard B, Baelum V, Karring T: Implant therapy in periodontally compromised patients. Clin Oral Implants Res 8, 180–188 (1997)
9. Quirynen M, Gijbels F, Jacobs R: An infected jawbone site compromising successful osseointegration. Periodontol 2000 33, 129–144 (2003)
10. McAllister BS, D Masters, RM Meffert RM: Treatment of implants demonstrating periapical radiolucencies. Pract Periodontics Aesthet Dent 4, 37–41 (1992)
11. Quirynen M et al.: Predisposing conditions for retrograde peri-implantitis, and treatment suggestions. Clin Oral Implants Res 16, 599–608 (2005)
12. Chan H-L et al.: Retrograde peri-Implantitis: A case report introducing an approach to its management. J Periodontol 82, 1080–1088 (2011)
13. Lang NP et al.: Consensus statements and recommended clinical procedures regarding implant survival and complications. Int J Oral Maxillofac Implants 19, Suppl, 150–154 (2004)
14. Lang NP, Wilson TG, Corbet EF: Biological complications with dental implants: Their prevention, diagnosis and treatment. Clin Oral Implants Res 11, Suppl 1, 146–155 (2000)
15. Lang NP, Tonetti MS: Periodontal diagnosis in treated periodontitis. Why, when and how to use clinical parameters. J Clin Periodontol 23, 240–250 (1996)
16. Anitua E: The use of plasma-rich growth factors (PRGF) in oral surgery. Pract Proced Aesthet Dent 13, 487–493 (2001)
17. Anitua E: PRGF. Dent Dialogue 3, 2–15 (2004)
18. Sahm N et al.: Non-surgical treatment of peri-implantitis using an air-abrasive device or mechanical debridement and local application of chlorhexidine: A prospective, randomized, controlled clinical study. J Clin Periodontol 38, 872–878 (2011)
19. Lindhe J, Meyle J: Peri-implant diseases: Consensus report of the Sixth European Workshop on Periodontology. J Clin Periodontol 35, 282–285 (2008)
20. Deppe H, Horch HH, Neff A: Conventional versus CO2 laser-assisted treatment of peri-implant defects with the concomitant use of pure-phase beta-tricalcium phosphate: A 5-year clinical report. Int J Oral Maxillofac Implants 22, 79–86 (2007)
21. Dortbudak O et al.: Lethal photosensitization for decontamination of implant surfaces in the treatment of peri-implantitis. Clin Oral Implants Res 12, 104–108 (2001)
22. Hayek RR et al.: Comparative study between the effects of photodynamic therapy and conventional therapy on microbial reduction in ligature-induced peri-implantitis in dogs. J Periodontol 76, 1275–1281 (2005)
23. Stubinger S et al.: Bone regeneration after peri-implant care with the CO2 laser: A fluorescence microscopy study. Int J Oral Maxillofac Implants 20, 203–210 (2005)
24. Schwarz F et al.: Surgical regenerative treatment of peri-implantitis lesions using a nanocrystalline hydroxyapatite or a natural bone mineral in combination with a collagen membrane: A four-year clinical follow-up report. J Clin Periodontol 36, 807–814 (2009)
25. Hammerle CH et al.: Successful bone fill in late peri-implant defects using guided tissue regeneration. A short communication. J Periodontol 66, 303–308 (1995)
26. Annen BM et al.: Use of a new cross-linked collagen membrane for the treatment of peri-implant dehiscence defects: A randomised controlled double-blinded clinical trial. Eur J Oral Implantol 4, 87–100 (2011)
27. Schwarz F et al.: Healing of intrabony peri-implantitis defects following application of a nanocrystalline hydroxyapatite (Ostim) or a bovine-derived xenograft (Bio-Oss) in combination with a collagen membrane (Bio-Gide). A case series. J Clin Periodontol 33, 491–499 (2006)
28. Schwarz F, Sahm N, Becker J: Impact of the outcome of guided bone regeneration in dehiscence-type defects on the long-term stability of peri-implant health: Clinical observations at 4 years. Clin Oral Implants Res (2011) [Epub ahead of print]
29. Roos-Jansaker AM et al.: Surgical treatment of peri-implantitis using a bone substitute with or without a resorbable membrane: A prospective cohort study. J Clin Periodontol 34, 625–632 (2007)
30. Claffey N et al.: Surgical treatment of peri-implantitis. J Clin Periodontol 35, 316–332 (2008)
31. Khoury F, Buchmann R: Surgical therapy of peri-implant disease: A 3-year follow-up study of cases treated with 3 different techniques of bone regeneration. J Periodontol 72, 1498–1508 (2001)
32. Wiltfang J et al.: Regenerative treatment of peri-implantitis bone defects with a combination of autologous bone and a demineralized xenogenic bone graft: A series of 36 defects. Clin Implant Dent Relat Res (2010) [Epub ahead of print]
33. Gapski R et al.: Histologic analyses of human mineralized bone grafting material in sinus elevation procedures: A case series. Int J Periodontics Restorative Dent 26, 59–69 (2006)
34. Fotek PD, Neiva RF, Wang HL: Comparison of dermal matrix and polytetrafluoroethylene membrane for socket bone augmentation: A clinical and histologic study. J Periodontol 80, 776–785 (2009)
35. Beck TM, Mealey BL: Histologic analysis of healing after tooth extraction with ridge preservation using mineralized human bone allograft. J Periodontol 81, 1765–1772 (2010)
36. Froum SJ et al.: Comparison of mineralized cancellous bone allograft (Puros) and anorganic bovine bone matrix (Bio-Oss) for sinus augmentation: Histomorphometry at 26 to 32 weeks after grafting. Int J Periodont Rest 26, 543–551 (2006)
37. Wang HL, Tsao YP: Histologic evaluation of socket augmentation with mineralized human allograft. Int J Periodont Rest 28, 231–237 (2008)
38. Solakoglu O: Präimplantologische laterale Kieferkammaugmentation mit allogenem Knochenersatzmaterial: Eine Fallserie mit histologischer und histomorphometrischer Dokumentation. Z Zahnärztl Impl (eingereicht)
39. Hurzeler MB et al.: Treatment of peri-implantitis using guided bone regeneration and bone grafts, alone or in combination, in beagle dogs. Part 1: Clinical findings and histologic observations. Int J Oral Maxillofac Implants 10, 474–484 (1995)
40. Consolo U et al.: Platelet-rich plasma activity on maxillary sinus floor augmentation by autologous bone. Clin Oral Implants Res 18, 252–62 (2007)
41. Anitua EA: Enhancement of osseointegration by generating a dynamic implant surface. J Oral Implantol 32, 72–76 (2006)
42. Anitua E et al.: The potential impact of the preparation rich in growth factors (PRGF) in different medical fields. Biomaterials 28, 4551–4560 (2007)
43. Anitua E et al.: Delivering growth factors for therapeutics. Trends Pharmacol Sci 29, 37–41 (2008)
44. Anitua E et al.: Effectiveness of autologous preparation rich in growth factors for the treatment of chronic cutaneous ulcers. J Biomed Mater Res B Appl Biomater 84, 415–421 (2008)
45. Raghoebar GM et al.: Does platelet-rich plasma promote remodeling of autologous bone grafts used for augmentation of the maxillary sinus floor? Clin Oral Implants Res 16, 349–356 (2005)
46. Froum SJ et al.: Effect of platelet-rich plasma on bone growth and osseointegration in human maxillary sinus grafts: Three bilateral case reports. Int J Periodont Restor Dent 22, 45–53 (2002)
47. Marx RE et al.: Platelet-rich plasma: Growth factor enhancement for bone grafts. Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod 85, 638–646 (1998)
48. Suba Z et al.: Facilitation of beta-tricalcium phosphate-induced alveolar bone regeneration by platelet-rich plasma in beagle dogs: A histologic and histomorphometric study. Int J Oral Maxillofac Implants 19, 832–838 (2004)
49. Anitua EA, Orive G, Andia I: Use of PRGF to accelerate bone and soft tissue regeneration in postextraction sites. implant dialogue, 3–14

Solakoglu

Dr. Önder Solakoglu, MCD, M.Sc.

Diplomate American Board of Oral Implantology (ABOI)

Fachpraxis für Parodontologie und Implantologie

Brunsberg 2

22529 Hamburg

E-Mail: info@fpi-hamburg.de

Leser-Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu verfassen.