Neu: elmex® Erosionsschutz Zahnspülung

HighlihgtErosion Zahnarzt
Anlässlich der IADR im September 2009 in München stellte die GABA GmbH, Spezialist für orale Prävention, ein neues Produkt gegen Schmelz und Dentinerosin vor: elmex® Erosionsschutz Zahnspülung. Nachfolgend wird das neue Produkt im Kontext von Wissenschaft und Praxis vorgestellt.


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Erosive Zahnhartsubstanzdefekte entstehen, im Gegensatz zu Karies, durch das chronische Einwirken von Säuren nicht-bakteriellen Ursprungs auf die Zahnoberfläche. Unterschieden werden exogen verursachte Erosionsschäden, die häufig durch Säuren aus sauren Nahrungsmitteln oder Getränken stammen, und meist nur durch eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten aufgehalten werden können. Intrinsisch verursachte Erosionsschäden dagegen, am häufigsten durch Magensäure wie bei Refluxkrankheiten hervorgerufen, benötigen weitere ursachenbezogene Therapien. In Abhängigkeit der Ursache und der klinischen Ausprägung der Erosion sind die rechtzeitige Einleitung adäquater Prophylaxe und Therapiemaßnahmen erforderlich. Symptomatische Maßnahmen zur Verhinderung des Verlusts der Zahnhartsubstanz erfolgen in der Regel durch die Anwendung einer Zahnspülung (s. u.), invasive Therapien sind nur dann vonnöten, wenn bereits ästhetische oder funktionelle Beeinträchtigungen bestehen.  

Klinik der Erosion  

Die Zahnerosion ist gekennzeichnet durch partielle Demineralisation und späteren Abtrag einer ultra-dünnen Schmelzschicht jedes Mal dann, wenn ein Säureangriff erfolgt. Während sich die flächenhafte Demineralisierung im Anfangsstadium in seidenglatten Oberflächen manifestiert, „Abrundungen“ von Inzisalkanten und Fissuren sowie eine zunehmende Transluzenz der Inzisalkanten auftreten, kommt es in fortgeschrittenen Stadien zur Ausbildung von Dellen im Schmelz, die bis ins Dentin reichen und später zur Einebnung des gesamten Höcker-Fissurenreliefs führen. Wie stark sich eine Erosion letztlich klinisch ausprägt, ist individuell sehr unterschiedlich, denn es gibt multiple Entstehung- und Kompensationsmechanismen, die sich gegenseitig beeinflussen.  

Prävention der Erosion

 Aufgrund der oben genannten verschiedenen Ursachen und vielfältigen Kompensationsmechanismen einer Erosion, ist die multikausale Diagnostik in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung. Aus ihr wiederum ergeben sich dann Prophylaxe und Therapiemaßnahmen. Schließlich ist eine erosive Defektstruktur nicht mehr regenerierbar. So ist die in München vorgestellte, neue elmex® Erosionsschutz Zahnspülung in ein von der GABA GmbH konsequent entwickeltes Programm zur Vermeidung bzw. Behandlung von Erosionen einzuordnen. Um den Zahnarzt bei der systematischen Erfassung von Risikofaktoren und damit einer multikausalen Diagnostik zu unterstützen, bietet der Hersteller ein Set zur Risikodiagnose von Zahnerosionen an. Es beinhal- tet eine Analysescheibe, Ablaufdiagramm und die dazugehörigen Formulare für die individuelle Erfassung von Befunden und Risikofaktoren des Patienten. Der klinische Befund wird hier u. a. mithilfe des BEWE-Bewertungssystems (BEWE = BasicErosive- WearExamination, Bartlett et al. 2008) bestimmt.
Dazu besteht dort, wo die kausale Therapie nicht möglich bzw. nicht ausreichend ist, mit der Anwendung der neuen elmex® Erosionsschutz Zahnspülung die Möglichkeit, den Verlust an Zahnhartsubstanz einzudämmen.   

Schutzwirkung wissenschaftlich bestätigt  

Prof. Dr. Carolina Ganss und ihr Team an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Justus-Liebig Universität in Gießen behandelten im Rahmen einer In-situ-Studie Schmelzproben mehrfach pro Tag minutenlang mit Zitronensäure. Im Vergleich zu Placeboproben konnte dabei gezeigt werden, dass der Verlust der Schmelzsubstanz nach einmal täglichem Spülen mit Zinnchlorid und Aminfluorid- Lösung um 67 % (vgl. 19% für Natriumfluorid) reduziert wird. Der Dentinverlust konnte in analogen Experimenten ebenfalls signifikant um 47 % verringert werden.
In der Diskussion zeigte sich, dass die Kombination aus Zinnchlorid und Aminfluorid, wie sie in der Zahnspüllösung elmex® Erosionsschutz enthalten ist, den säurebedingten Erosions- schutz bedingt, im Gegensatz zu titanhaltigen Formulierungen von Lösungen, die einer starken Säureeinwirkung nicht standhalten.   

Wie wirkt der Schutzmechanismus?  

Die Wirksamkeit einer Mundspüllösung zum Erosionsschutz wird entscheidend von den eingesetzten polyvalenten Metallionen, wie sie eben mit Zinn oder Titan und der Art der Fluoridverbindung vorliegen, beeinflusst. Dabei werden ebendiese, schwer lösliche, meist mineralische Präzipitate auf der Zahnoberfläche abgeschieden. Das Team aus der Universität Gießen erläuterte den Wirkung der Erosionsinhibitoren in der elmex® Erosionsschutz Zahnspülung demnach wie folgt: Ein amorphes, zinnreiches Präzipitat lagert sich zunächst auf der Zahnoberfläche ab, das unter erosiver Säureeinwirkung schließlich zur Einlagerung von schwer löslicher, zinnhaltiger Mineralsubstanz in die oberste Schicht der Zahnoberfläche führt.   Fazit  Die neue elmex® Erosionsschutz Zahnspülung schützt mit ihrer Wirkstoffkombination aus Zinnchlorid und Aminfluorid effektiv vor säurebedingten Zahnerosionen.


Weitere Informationen erhalten Sie durch:
Ganss, C.; Schlüter, N.: Prävention und Therapie säurebedingter Zahnhartsubstanzverluste (Erosionen) sowie IAPD 2009 (interner Bericht),
im Bericht des GABA-Symposiums Erosion auf der IADR 2009
unter www.gaba-dent.de/iadr bzw. direkt beim Hersteller:
Gaba GmbH, Berner Weg 7, 79539 Lörrach, Tel.: 07621 907-0, Fax: 07621 907-499, www.gaba-dent.de