ZP aktuell – der Newsletter
Alle 14 Tage die aktuellsten Meldungen, Tipps und Trends aus der Zahnheilkunde in Ihre Mailbox. >> Jetzt kostenlos abonnieren
Meldungen, Ereignisse oder Überlegungen, die unseren Chefredakteur inspirierten.
>> Blankensteins Kolumne
Instrumentenaufbereitung und Kreislauforganisation
DruckenWenn es um Hygiene in der Medizin geht, wird stets gern das Beispiel von Prof. Semmelweis bemüht, der durch Erfindung der Händedesinfektion Mitte des 19. Jahrhunderts die Säuglingssterblichkeit drastisch vermindern konnte. Seitdem hat sich das Bewusstsein für Hygiene in der Medizin und allgemein stetig erweitert.

Griff dies zunächst vor allem im Krankenhaus, finden wir mittlerweile auch eine hohe Sensibilität in der allgemeinen und der Zahnarztpraxis. Während z.B. die wiederverwendbare Sterilverpackung in der Klinik gang und gäbe ist, setzt sie sich auch in der Praxis mehr und mehr durch. Im Rahmen der Bestimmungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) fand man darüber hinaus auch Möglichkeiten der professionellen Instrumentenorganisation im Klinik-Stil, aber auf die Praxis zugeschnitten. Das Prinzip dazu gibt es grundsätzlich schon lange, doch hat sich die Erkenntnis, dass das klassische Normtray keine Sterilverpackung im Sinne der Definition von Sterilverpackung ist, nur sehr langsam durchgesetzt. Verbunden damit ist der Gedanke der „Set-bezogenen“ Arbeitsweise. Das bedeutet, dass sämtliche Instrumente für einen Eingriff in einem Set zusammengefasst und gemeinsam aufbereitet werden. Diese Organisationsform birgt große Potenziale in den Bereichen Kostenersparnis (z.B. gegenüber Einmalverpackungen) und Personalentlastung. Dabei ist die optimale Lösung immer eine speziell zugeschnittene, die die individuellen Belange einer Praxis berücksichtigt. Dazu bedarf es der professionellen Beratung kundiger Fachleute vor Ort, die auf die spezifischen Erwartungen der Praxis eingehen können. Die Systematik besteht aus zwei Elementen: dem Steril-Container als wiederverwendbarer Außenhülle und dem Waschsieb, welches die Instrumente des Sets aufnimmt und die thermische Desinfektion in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) vereinfacht. Ein RDG ist für die Anwendung der Waschsiebe unerlässlich.
Ein Steril-Container in der bisher genannten Form hat folgende Kriterien nach DIN/EN zu erfüllen:
- Perforationsfeld für ungehinderten Dampfzutritt,
- dahinter fest montierte Bakterienfilter, die einen Keimzutritt zuverlässig verhindern,
- eine umlaufende Deckeldichtung aus Silikon und
- feste Verschlüsse.
Zugunsten schnellerer Durchhitzung, schneller Abkühlung und eines geringeren Gewichts sind Container meist aus eloxiertem Aluminium gefertigt. Das Waschsieb sollte Instrumente so aufnehmen können, dass diese sicher gelagert sind, die Reinigungsleistung des RDG dabei aber optimal gewährleistet ist. D.h. die Vermeidung von Spülschatten ist oberstes Gebot. Waschsiebe sind aufgrund ihrer Verwendung mit alkalischen oder enzymatischen Reinigern vorzugsweise aus Edelstahl.
Dieser Vergleich soll die Unterschiede der Marktprodukte darstellen und eine Vorauswahl erleichtern.



Leser-Kommentare
Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu verfassen.