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IDS – Internationale Dental-Schau – 2011 in Köln

Drucken aktualisiert am 29.04.2010

Prophylaxe im Zentrum: individueller und biologischer Altersspezifische Mundhygiene – Präventiv-orientierte Diagnostik – Ganzheitliche Prävention in der Zahnarztpraxis – ein Schwerpunktthema der IDS



Die Gesundheit besitzt in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert – nicht zuletzt angesichts einer alternden Gesellschaft. Orale Prophylaxe nimmt daher in der modernen Zahnarztpraxis einen zentralen Platz ein und stellt eine wichtige Säule der Prävention auch gegenüber allgemein¬medizinischen Problemen dar. „Sowohl jüngere, aber auch immer ältere Patienten wünschen die möglichst lebenslange Erhaltung ihrer Zähne und die Vorbeugung vor Munderkrankungen. Die Deutsche Dental-Industrie bietet dafür ein ständig wachsendes Angebot an Produkten und Hilfsmitteln für die professionelle und häusliche Mundpflege – vom Kleinkind- bis zum Hochbetagtenstadium“, erläutert Dr. Martin Rickert, VDDI-Vorsitzender.

Jede zahnmedizinische Prophylaxe wird durch die intensive Forschung und Entwicklung seitens der Dentalindustrie wirksam unterstützt. So ermöglichen aktuelle Präventionskonzepte auch eine immer bessere dentalhygienische Nachsorge, etwa nach prothetischen, implantologischen oder endodontischen Eingriffen. Insgesamt eröffnet sich der Zahnarztpraxis ein breites Feld für professionelle Prophylaxemaßnahmen. Diese können von Zahnärzten, ZMF, ZMP und Dentalhygienikerinnen zu einer erfolgreichen Spezialisierung und Ergänzung ihres Leistungsspektrums genutzt werden.

Moderne Hilfsmittel verbessern die häusliche Prophylaxe



Eine wirksame Plaquekontrolle durch die tägliche häusliche Mundpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Prophylaxe und geschieht heutzutage mit äußerst funktionellen und ergonomisch gestalteten Hilfsmitteln zum Zähneputzen sowie zu anderen Pflegemaßnahmen.

Auf der IDS 2011 wird auch das ganze Spektrum zeitgemäßer Zahnpasta-Formulierungen vorgestellt. Sie verfügen über wissenschaftlich erarbeitete Rezepturen für unterschiedliche, spezifische Bedürfnisse und schaffen gute Voraussetzungen für die tägliche Individualprophylaxe in jeder Altersgruppe. Beiden zur Seite stehen effektive Mundspülungen, die in der häuslichen Prophylaxe ebenfalls eine wichtige Position einnehmen. Ergänzt werden sie durch spezielle Interdentalbürstensysteme, Zahnseiden und -sticks sowie viele weitere Produkte.

Darüber hinaus werden spezielle Gele gegen Mundtrockenheit immer wichtiger – besonders mit einer älter werdenden Bevölkerung. Immer mehr Patienten leiden an Xerostomie, denn sie kann nicht zuletzt durch viele verschiedene, gerade Senioren häufig verabreichte Medikamente ausgelöst werden.

Unerlässlich: professionelle Prophylaxe und Diagnostik



Ein möglichst lebenslanger Erhalt natürlicher Zähne erfordert die Beteiligung des Zahnarztes. Erst professionelle Präventionsmaßnahmen in der Praxis ermöglichen die Kontrolle und Vermeidung von Karies, Gingivitis und anderen Volkskrankheiten. Hierbei steht die Entwicklung eines altersgerechten individuellen Prophylaxe-Konzeptes für die Erhaltung der Mundgesundheit im Vordergrund.

Präventive Maßnahmen, wie die PZR oder die minimalinvasive ultraschallgestützte Parodontalbehandlung und Erhaltungstherapie, sind von zentraler Bedeutung und werden von Zahnärzten oder spezialisierten Mitarbeitern durchgeführt. Inzwischen stellt die Dentalindustrie hierfür komplette Behandlungssysteme bereit. Insgesamt lässt sich somit eine flankierende antibakterielle Prävention erreichen, die vor allem Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko, mit unzureichender Mundhygiene oder vielen Restaurationen zugute kommt. Aber auch bei kieferorthopädischen oder -chirurgischen Behandlungen, bei der Nachsorge von Implantatbehandlungen oder anderen zahnmedizinischen Maßnahmen kann dies für den gesamten Behandlungserfolg entscheidend sein.

Wesentlich für eine erfolgreiche Prophylaxe ist auch eine hoch entwickelte Diagnostik. Heutzutage können moderne analytische wie bildgebende Verfahren in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden. Bereits in ihren Anfangsstadien lassen sich beispielsweise Schmelzkaries, Wurzelkaries, Periimplantitis, Gingivitis oder Parodontitis durch ein modernes diagnostisches Instrumentarium sicher erkennen. Dazu zählen neben klassischen Verfahren hoch auflösende Intraoral-Kameras, kameragestützte Fluoreszenzverfahren und digitale Röntgensysteme. Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch molekularbiologische sowie biochemische Diagnostiksysteme an.

Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und systematischer Gesundheit wird den Patienten immer bewusster. Eine bedarfsgerechte Individualprävention, die passende Konzepte für alle Altersgruppen bietet, wird daher immer mehr zum Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der Zahnarztpraxis.

Hieraus ergibt sich für die Zahnarztpraxis ein großes Spezialisierungspotential. Ein durch aktuelle Fortbildungen geschultes Prophylaxe-Team kann individuelle Risiken von vorneherein gut einschätzen, demgemäß die Gesundheit des einzelnen Patienten in erheblichem Maß verbessern und ebenso die Kompetenz und Akzeptanz der Praxis steigern

Wie diese Maßnahmen und Spezialisierungsmöglichkeiten in die tägliche Routine einer Zahnarztpraxis einfließen können, zeigen die während der IDS – Internationale Dental-Schau – in Köln (22. bis 26. März 2011) vorgestellten Lösungen der anwesenden Prophylaxe-Spezialisten vieler namhafter Firmen der Dentalindustrie. Deren Wissen und Erfahrung stehen während der Messetage dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung

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